Zink für´s Immunsystem

Zink ist eines der wichtigsten essentiellen Spurenelemente des Menschen. Im Körper finden sich zwar nur etwa zwei Gramm, dennoch spielt es bei zahlreichen physiologischen und biochemischen Funktionen eine wichtige Rolle. Mehr als 100 Enzyme enthalten Zink oder werden durch den Mineralstoff aktiviert. Darunter befinden sich z. B. Enzyme des Energie-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels. 

Symptome bei Mangelerscheinungen
Entsprechend seiner vielfältigen Funktionen äußert sich Zinkmangel durch unterschiedliche Symptome. Charakteristisch sind unter anderem Appetitlosigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung bis hin zu Haarausfall, schweren Hautschäden sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. 

Bedarf
Für Männer wird eine tägliche Zufuhr von 10 Milligramm und für Frauen von 7 Milligramm genannt. Für Schwangere und Stillende liegen die Empfehlungen mit 10 bzw. 11 Milligramm etwas höher. Gemessen an den neuen Referenzwerten sind die meisten Bundesbürger gut mit Zink versorgt.

Vorkommen
Zink ist in Lebensmitteln weit verbreitet. Gute Quellen sind Fleisch, Eier und Milchprodukte. Dunkles Fleisch (Rind) enthält mehr als helles (Huhn). Bei der herkömmlichen Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen Lebensmitteln tritt ein Mangel nur sehr selten auf. Durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten sowie Nüssen, die ebenfalls reichlich Zink enthalten, nehmen aber auch Vegetarier ähnliche Mengen Zink auf. Allerdings ist die Verfügbarkeit aus tierischen Lebensmitteln mit 20-40 Prozent besser als aus pflanzlicher Nahrung, wo sie 10-20 Prozent beträgt. Eiweiß, besonders tierisches, fördert die Resorption, da es mit Zink gut lösliche Komplexe bildet. 

Tipps, um das Immunsystem fit zu machen:
Um das Immunsystem zu stärken, sollten im Herbst und Winter häufiger Meerrettich und Knoblauch auf den Tisch kommen. Meerrettich enthält ätherische Öle, die die Atemwege befreien. Frischer Knoblauch hemmt Entzündungen, desinfiziert die Schleimhäute und verbessert deren Durchblutung. 

Neben ausreichender Zufuhr von Zink ist auch eine ausgewogene Ernährung mit den Vitaminen A, C, E und B6 sowie den Mineralstoffen Selen und Eisen wichtig. Auch Kräutertees aus Hagebutten, Schafgarbe oder Huflattich können vor Erkältungen schützen. Vitamin A kommt in Käse und Milch sowie in vielen Gemüsesorten vor, während sich Vitamin C vor allem in Obst und Gemüse findet. Vitamin E ist in pflanzlichen Fetten und Ölen enthalten, außerdem - wie auch das Vitamin B6 - in Milchprodukten, Nüssen und Fisch. Zink findet sich in Fleisch, Vollkornmehl und Wurzelgemüse, Selen kommt in Fleisch, Nüssen, Vollkornprodukten und Sojabohnen vor. 


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