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Wundermittel
und Co.
Das Geschäft mit der Gesundheit läuft auf Hochtouren: Nach dem Institut für Medizinische Statistik verkauften Apotheken, Drogerie- und Verbrauchermärkte 1998 allein über 19 Millionen Packungen Schlankheitsmittel und im selben Jahr gaben Verbraucher über 1,3 Milliarden DM für Vitamine, Mineralstoffe und “andere Nahrungsergänzungsmittel” aus.
Vor allem diese “anderen Nahrungsergänzungsmittel” gehören zu den teuer vermarkteten Wundermitteln. Unser Markt wird überschwemmt von Pillen, Pülverchen und Kapseln mit der Wirkung, dem Hersteller viel Geld einzubringen.
Die meisten Mittel versprechen nur einen Bruchteil dessen, was sie halten:
- Apfelessigkapseln für rasanten Gewichtsverlust
- Haifischknorpel zur Kräftigung der Gelenke
- Kardamom-Kapseln gegen Nikotinsucht
- Produkt mit Känguruh-Enzymen und chinesischen Kräutern für mehr Wohlbefinden
Beispiel:
Das in Apfelessigkapseln enthaltene Pektin soll “feindliches Fett zerstören”. Apfelessigkapseln enthalten - wenn überhaupt - viel weniger Pektin als ein Apfel. Und Essig enthalten die Pillen auch nicht, das beim Verdampfen von Essig nichts mehr übrig bleibt. Das einzige, was drin ist, ist eine Trägersubstanz, z. B. Maltodextrin, die der Verbraucher für teures Geld bezahlen darf.
Wie schützen?
--> Hersteller werfen Produkte mit einer großen Werbekampagne auf den Markt. Bis Behörden aufmerksam werden und Verfügungen in Kraft treten, haben sie bereits große Gewinne abgesahnt.
--> Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht der Arzneimittel-Verordnung, sondern werden als Lebensmittel definiert.
--> Werbewirksame Aussagen wie “Fettfresser”, “Wundermittel”, “Schlank in 5 Tagen”, ... sollten bereits auf Unseriösität hinweisen.
--> bei Unsicherheit Apotheker fragen

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