









 |
 |


Woher stammen die Weihnachtsbräuche?
Für viele sind sie nicht mehr wegzudenken: Lebkuchen und Stollen gehören zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum und die Geschenke.
Doch woher stammt eigentlich der Brauch von süßem Gebäck in der Weihnachtszeit?
Woher dieser Brauch stammt und wann er zum ersten Mal da war, weiß niemand mehr so genau. Wir wissen nur, dass er lange Zeit die einzige Gabe unter dem Weihnachtsbaum war. Neben Plätzchen, Stollen und anderem Gebäck waren auch Nüsse, Äpfel und Trockenfrüchte Teil dieser Gabe.
- Äpfel sollen auf das Paradies hinweisen, der Apfel als verbotene Frucht im alten Testament.
- Nüsse und Mandeln mit den süßen versteckten Kernen im Inneren weisen auf das Weihnachtsgeheimnis - die Geschenke - hin.
- Lebkuchen waren vor vielen tausend Jahren bei den Hirtenvölkern ein einfaches Fladenbrot. Fladen hieß auch “Libum” und aus diesem Wort wurde dann der Lebkuchen abgeleitet. Zu dem einfachen Fladenbrot gab man bald noch Honig in den Teig (für die Menschen Symbol einer himmlischen Gabe). Als die ersten Mönche über die Alpen zogen und auch in unser Land kamen, brachten sie das honigsüße Brot mit und haben es dann in ihren Klöstern gebacken. Ihre Übersetzung für Lebkuchen: “Leb” bedeutete “Heilmittel” und weil die Mönche auch auf dem Gebiet der Heilmittel viel wußten, taten sie noch leckere Gewürze hinein und machten so die Lebkuchen zu einem gesunden Gebäck.
Durch reisende Kaufleute wurde der Lebkuchen dann auch in Nürnberg bekannt. Die Nürnberger waren so begeistert, dass sie die Rezepturen übernahmen und verfeinerten. Vor etwa 600 Jahren nannte man die Nürnberger Bäcker auch Lebküchner.
- Marzipan wird aus geriebenen Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser hergestellt und war vor vielen hundert Jahren eine Luxusgut, das sich nur reiche Leute leisten konnten. Im heutigen Iran wurde Marzipan zum ersten Mal hergestellt. Dort gab es schon 600 Jahre vor Christi Geburt Marzipan. Den Namen bekam das “Marzipan” laut einer Legende von den Römern, die die Mandelmasse im März (lat. “martius”) zu einem Brot = “panis” formten. Aus Venedig gibt es eine andere Version: Dort nannten die Bewohner das Brot “marci panis” (= Brot des Hl. Markus). Das bekannte Lübecker Marzipan hat auch eine Geschichte parat: Vor fast 600 Jahren gab es eine große Hungersnot in Lübeck, die Getreidespeicher waren leer. Dort lagerten nur noch Mandeln und Zucker, aus denen man Brote formte und sie an die hungernden Menschen verteilte.
- Der fein gepuderte Weihnachtsstollen soll ein Bild für das Jesuskind, das in Windeln gewickelt ist, darstellen. Und das Früchtebrot mit seinen getrockneten Früchten, Nüssen und Körnern verspricht ein gesundes Leben. Die letzten Reste bekamen die Tiere und Pflanzen, dass auch sie lange lebten und am Segen teilhatten.

"Lecker
und gesund" | Dienstleistungen
|
Bücher | Ernährungsinfo
| Home
|