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Ganz schön abwechslungsreich: Tomaten
Einfach nur rot und rund? Von wegen. Tomaten sind unglaublich vielseitig und abwechslungsreich.
Jedes Jahr werden weltweit 460.000 Tonnen des leicht verdaulichen Fruchtgemüses gegessen.
Die Tomate stammt wahrscheinlich von einem peruanischen Ackerwildkraut ab (erste Funde stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.) und wurde zuerst in Mexiko kultiviert.
Christoph Kolumbus brachte die “tomatle” dann 1498 nach Europa. Über 300 Jahre lang wurde die Tomate als giftige Zierpflanze betrachtet. In Deutschland etablierte sie sich erst um 1900.
Die Italiener wissen auch schon lange um die wertvolle Tomate, weshalb sie sie liebevoll “pomodore” (= goldener Apfel) bezeichnet haben.
Die Vielfalt unter den Tomatensorten ist sehr groß: Es gibt Fleisch- und Flaschentomaten, Eier- und Strauchtomaten, Cherry- und Cocktailtomaten - grob geschätzt existieren weltweit mehr als 10.000 Sorten.
Auch farblich gibt es Unterschiede: Die Farbpalette reicht von rot über orange bis zu gelb, von weiß oder grün bis zu violett, brauch und fast schwarz. Auch zweifarbig geflammte Sorten findet man an Gemüseständen. Für die Rotfärbung sind Carotinoide, und hier insbesondere das Lycopin, verantwortlich. Lycopin ist eines der stärksten Antioxidantien und u.a. für den Hautschutz von besonderer Bedeutung. Es bewahrt die Zellen vor dem “Verrosten” und ist somit auch ein natürlicher Schutz gegen Herzinfarkt und Krebs. Die Wirksamkeit ist jedoch stark abhängig vom Fettgehalt in der Nahrung und ihrer Zubereitungsart.
Lycopin lässt sich aus Tomatenpüree besser aufnehmen als aus frischen Tomaten.
Der Geschmack hängt in erster Linie von der Kombination aus Zucker und Fruchtsäuren ab. Tomaten gibt es von ausgeprägt süß bis leicht säuerlich.
Außerdem liefern vollreife Tomaten reichlich Tyramin, ein Umwandlungsprodukt der Aminosäure Tyrosin. Dieser Stoff verbreitet in unserem Körper regelrecht gute Laune.
Tipps zum Einkauf, Lagerung und Zubereitung
- Tomaten mögen keine Kälte. Nicht im Kühlschrank lagern, nur wenn man sie länger als eine Woche aufbewahren möchte. Ansonsten bei Zimmertemperatur, aber dunkel lagern. Dazu eine Papiertüte überstülpen. Nicht luftdicht verpacken.
- Äpfel lassen Tomaten schneller reifen. Aber auch Tomaten geben Reifungshormon ab. Neben
Gurken und Brokkoli gelagert, werden diese schneller gelb.
- Tomaten möglichst nicht schälen. Unter der Schale sitzen wertvolle Stoffe.
- Stielansatz immer entfernen. Enthält geringe Mengen an Solanin, das in höheren Mengen gesundheitsschädlich ist.
- Schälen von Tomaten: Gegenüber vom Stielansatz einritzen, dann mit einem Schaumlöffel kurz in kochendes Wasser legen und Haut abziehen, sobald sie sich etwas abgehoben hat.
- Optimale Kräuterpartner der Tomate sind Basilikum, Oregano, Thymian, Petersilie

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