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Wie ist Tiefkühlkost zu bewerten?
Wer auch in der kalten Jahreszeit auf Gemüse nicht verzichten will, greift gerne in die Tiefkühltruhe, da frisches Freilandgemüse bis auf wenige Ausnahmen, wie Kohlgemüse, Lauch oder Sellerie, nicht erhältlich ist.
Viele Verbraucher fragen sich jedoch, ob die Qualität von tiefgekühltem Gemüse der von frischem entspricht. Zu Gemüse, das frisch geerntet verzehrt wird, gibt es keine hundertprozentige Alternative. Jedoch kann tiefgefrorenes Gemüse einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssituation leisten und saisonale, sowie geographische Engpässe im Lebensmittelangebot ausgleichen.
Tiefkühlgemüse ist eine wertvolle Alternative für den, der keine Möglichkeit hat, auf erntefrisches Gemüse zurückzugreifen. Nährwert, Geschmack und Aussehen von tiefgekühltem Gemüse, das ohne Salz, Fett, Soßen oder Ähnlichem tiefgekühlt und richtig gelagert wird, nahezu gleichwertig zu dem frischer Ware. Das Tiefkühlverfahren ist nährstoffschonender als andere Konservierungsarten, da die Lebensmittel ohne Zusatz von Fremdstoffen und mit geringen Nährwertverlusten haltbar gemacht werden. Um dies zu erreichen, wird Gemüse nach der Ernte direkt weiterverarbeitet. Die Temperatur der Tiefkühlkost sollte vom Einfrieren bis zur Abgabe an den Konsumenten mindestens -18°
C betragen.
Veränderungen des Lebensmittels können durch Einfrieren verzögert, aber nicht völlig verhindert werden. So ist z. B. der Verlust an Vitamin C um so geringer, je kürzer und kälter die Ware gelagert wird. Beispielsweise nimmt der Vitamin-C-Gehalt von
grünen Bohnen und Erbsen bei einer Lagerung bei 2 bis 4 °C täglich um etwa 7 Prozent ab. Im Gegensatz dazu beträgt der Vitamin-C-Gehalt von Erbsen nach einer viermonatigen Lagerung bei -18°C noch fast 100 Prozent und nach zwölfmonatiger Lagerung bei -18°C noch 89 Prozent des Anfangsgehaltes. Grüne Bohnen enthalten nach 12 Monaten bei -18°C noch 70 Prozent ihres Vitamin-C-Gehaltes zum Zeitpunkt des Einfrierens.
Die meisten Gemüsesorten werden vor dem Tiefgefrieren blanchiert, das heißt 2 bis 4 Minuten in kochendem Wasser oder Wasserdampf erhitzt. Durch diesen Vorgang werden das Verpackungs- und Volumen vermindert, die Anzahl der Verderbnis- oder Krankheitserreger
deutlich verringert sowie Enzyme, die Vitamine und andere Inhaltsstoffe angreifen, unwirksam gemacht. Zwar ist durch den Blanchiervorgang mit einem gewissen Vitaminverlust zu rechnen. Die spätere verkürzte Zubereitungszeit von tiefgekühltem im Vergleich zu rohem Gemüse gleicht dies teilweise wieder aus.
Tipps zum Umgang mit Tiefkühlkost
· Achten Sie auf eine wenig vereiste und geordnete Tiefkühltruhe bei Ihrem Lebensmittelhändler. Wenn Ware durcheinander liegt, kann die Verpackung beschädigt sein, was Gefrierbrand und Aromaverluste zur Folge hat.
· Achten Sie auf die richtige Temperatur in der Tiefkühltruhe; sie sollte -18 °C betragen. Die Ware sollte nicht über die Stapelmarke herausragen.
· Gemüse, das in den Packungen stark vereist ist (dicke Eiskristalle), war wahrscheinlich zwischendurch einmal aufgetaut und wurde dann wieder eingefroren.
· Halten Sie die Kühlkette ein. Verwenden Sie zum Transport eine Tiefkühltasche.
· Lagern Sie Tiefkühlkost zuhause gemäß der Hinweise auf der Verpackung.
· Fertiggerichte und Gemüsezubereitungen enthalten häufig zuviel Fett und Salz. Lesen Sie das Zutatenverzeichnis und bevorzugen Sie möglichst Rohgemüse oder Angebote ohne Käse-, Sahne- oder Buttersoße. So sparen Sie unnötige Kalorien.
· Tiefkühlgemüse kann auch im Winter eine abwechslungsreiche Ernährung ermöglichen, wenn Sie es mit Kartoffeln, Reis oder Hülsenfrüchten kombinieren und fettarm und nährstoffschonend zubereiten.
Literatur: "DGE-Info" unter www.dge.de

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