Grüner und schwarzer Tee

Grüner und schwarzer Tee werden von den Blättern des Teestrauches Camellia sinensis bzw. Thea sinensis hergestellt, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Herstellungsweise voneinander: Grüner Tee ist ein nicht-fermentierter Tee, schwarzer Tee wurde dagegen vollfermentiert. Bei der Fermentation der Teeblätter- einem Gärungs- und Oxidationsprozeß -  wird das grüne Blatt braun und erhält durch das anschließende Trocknen seine schwarze Farbe.

Die gute Bekömmlichkeit und Geschmack von Tee liegt am hohen Gerbstoffgehalt. Gerbstoffe wirken beruhigend auf Magen und Darm und eignen sich aufgrund ihrer stopfenden Wirkung zur Behandlung von Durchfallerkrankungen. Sie binden das im Tee befindliche Coffein, so daß es nur langsam an den Körper abgegeben wird. Allerdings binden Gerbstoffe auch Nahrungseisen, wodurch die Eisenaufnahme im Körper gehemmt wird. Aus diesem Grund empfiehlt es sich grünen oder schwarzen Tee nicht während der Hauptmahlzeiten zu trinken. Neben den Gerbstoffen werden dem Tee aber auch karieshemmende Wirkungen zugesprochen, die auf seinen hohen Gehalt an Fluoriden zurückzuführen sind.

Wirkungsweisen von Tee:

  • Anregende Wirkung bei einer kurzen Ziehzeit von 2 bis 3 Minuten: Der überwiegende Anteil des Coffeins geht in den Teeaufguß über, jedoch nur ein geringer Anteil an Gerbstoffen.
  • Beruhigende Wirkung bei einer längeren Ziehzeit von 4 bis 5 Minuten: Es gehen mehr Gerbstoffe in den Teeaufguß über, die beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken.

Länger als 5 Minuten sollte der Tee nicht ziehen, da er sonst zu bitter schmeckt!


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