Fit in die Schule

Einer Umfrage zufolge ist das Frühstück bei Kindern die unbeliebteste Mahlzeit. Aber gerade das Frühstück stärkt für den Vormittag, da etwa ein Drittel des täglichen Energiebedarfs mit dem ersten und zweiten Frühstück gedeckt werden sollte. Auch im Schlaf wird Energie verbraucht und da Kinder über kleinere Speicher verfügen als Erwachsene, ist für sie die erste Kraftspritze am Morgen besonders wichtig. Konzentrationsschwäche, miese Laune, Müdigkeit, Kreislaufprobleme können die Folge sein, wenn gar nicht oder schlecht gefrühstückt wurde.

Es gibt gute und schlechte "Frühstücker"!
Zwingen kann man ein Kind nicht, wenn es morgens noch keinen Appetit hat. Allerdings sollte es nicht mit leerem Magen aus dem Haus gehen. Ein Glas Milch oder Kakao oder ein Milchshake mit Banane oder ein Joghurt mit Früchten bringt schon erste Power. Das zweite Frühstück sollte dann aber gehaltvoller ausfallen: Vollkornbrot und Gemüsesticks, etwas Obst und als Getränk Milch, Buttermilch, Saftschorle oder Tee. Fängt Ihr Kind den Tag hingegen mit einem gehaltvollen Frühstück aus Semmeln mit Marmelade oder Müsli an, kann das zweite Frühstück auch etwas kleiner ausfallen, z. B. Joghurt, Obst, Breze.

Wenn Ihr Kind ein Müslifan ist, lassen Sie es seinen eigenen Mix zusammenstellen: Haferflocken, Weizenflocken, Haselnüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Rosinen, Bananenchips, getrocknete Früchte sind nur wenige Zutaten für ein gesundes Müsli. Solche Mischungen können Sie gut verschlossen mehrere Wochen aufbewahren. Fertigmüslis enthalten meist viel zu viel Zucker (30-60 %). Auch Joghurts sollten Sie möglichst selbst mit Früchten kombinieren. Fertige Fruchtjoghurts enthalten häufig viel Zucker (bis zu 7 TL in 150 g).

Zeit nehmen, angenehme Atmosphäre schaffen
Ideal wäre es, wenn Eltern und Kinder früh genug aufstehen, um mindestens 20 Minuten Zeit zum Frühstücken zu haben. Denn in Hetze und Eile zu frühstücken verdirbt nicht nur die Laune, sondern häufig auch den Appetit. Wenn Eltern sich dann auch noch selbst mit einem gehaltvollen Frühstück "wie im Urlaub" verwöhnen mit Eiern, Semmeln, Wurst, Marmelade, Müsli, etc. wird auch das Kind Appetit bekommen. Denn erstens schmeckt es in Gesellschaft am besten und wenn man Zeit hat noch viel mehr! 

Mitsprache ist wichtig!
Beziehen Sie Ihr Kind immer bei der Pausenbrotwahl mit ein. Und wechseln Sie das Angebot ab. Mal Käse, mal Wurst oder Gemüsequark aufs Brot. Auch Joghurt und Obst sind gute Pausenbegleiter. Wer auf die Wünsche seiner Kinder eingeht, vermeidet, dass das Pausenbrot im Abfall landet und wieder nach Hause gebracht wird. Bieten Sie Ihrem Kind aber auch immer wieder neue Lebensmittel an, denn Abwechslung und Vielfalt erweitern den geschmacklichen Horizont der Kinder. Vor allem Lebensmittel, die den Körper langsam und lange mit Energie versorgen, sind gute Konzentrationsförderer. Besser als schnelle Zuckerenergie durch Süßigkeiten oder Kuchen sind feingemahlenes Vollkornbrot oder Flocken. Milch als wichtiger Calciumlieferant besonders im Wachstum versorgt zusätzlich mit Energie und Eiweiß.


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