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Was
tun bei Rheuma?
Als "Rheuma" bezeichnet der Volksmund Krankheiten mit Schmerzen in den Bewegungsorganen z. B. in Gelenken,
Wirbelsäule oder Muskulatur. Rheumatische Erkrankungen gibt es in zahlreichen, unterschiedlichen Ausprägungen, deshalb sind die Therapiekonzepte vielfältig.
Rheuma ist eine Sammelbezeichnung für mehr als 100 unterschiedliche Erkrankungen. Allen gemeinsam ist der Schmerz in den Bewegungsorganen (z. B. in Gelenken, Wirbelsäule oder Muskulatur) und eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit der betroffenen Gelenke oder Gliedmaßen. Ein Teil der "rheumatischen Erkrankungen" entsteht als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (z. B. Gicht) oder durch Verschleiß (z. B. Arthrosen in den Kniegelenken). Bei letztgenannten degenerativen Veränderungen kann es zu einer Reibung von Knochen auf Knochen kommen. Die dadurch entstehenden Entzündungen ähneln den Beschwerden des echten Gelenkrheumatismus.
Beim echten Gelenkrheumatismus, der primär chronischen Polyarthritis (PCP), sind die Ursachen für die entzündlichen Abläufe unbekannt. Sicher ist, dass immunologische Mechanismen beteiligt sind und die Entzündungsprozesse von bestimmten Botenstoffen, den sogenannten Eicosanoiden, unterstützt werden: Die Entzündungsprozesse im Körper werden vermindert, wenn wenig entzündungsfördernde Eicosanoide gebildet werden. Eine Ernährung für Patienten mit primär chronischer Polyarthritis (PCP) soll die Bildung dieser Botenstoffe verringern.
Das sollten Sie meiden
Der Mensch bildet die entzündungsfördernden Eicosanoide aus der Fettsäure Arachidonsäure, die nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Innereien und tierischen Fetten vorkommt. Je mehr Arachidonsäure zur Verfügung steht, desto mehr entzündungsfördernde Eicosanoide werden gebildet. Wer wenig tierische Lebensmittel isst, kann die Aufnahme der Arachidonsäure und somit die Bildung der entzündungsfördernden Stoffe vermindern.
Das hilft
- Stellen Sie pflanzliche Lebensmittel in den Mittelpunkt Ihrer Ernährung. Essen Sie viel Obst und Gemüse oder Salat. Setzen Sie reichlich Getreideprodukte und öfter Hülsenfrüchten auf Ihren Speiseplan. Sie enthalten z. B. Selen.
- Essen Sie zwei Seefisch-Mahlzeiten pro Woche und bevorzugen Sie Fische, wie Lachs, Makrele und Hering, die besonders viel Omega-3-Fettsäuren enthalten. Die Entzündungsbotenstoffe werden ebenfalls verringert, wenn vermehrt Fischöle verzehrt werden, die reich an Omega-3-Fettsäuren und insbesondere an Eicosapentaensäure sind. Fischöle hemmen die Bildung dieser Eicosanoide, ebenso das antioxidativ wirksame Vitamin E.
- Verwenden Sie Pflanzenöle, Koch- Back- und Streichfette, die reich an Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren sind (bei-spielsweise Rapsöl oder Sojaöl).
- Eine ähnliche entzündungshemmende Wirkung anderer antioxidativer Stoffe wie Vitamin C oder die Spurenelemente Selen und Zink wird diskutiert.

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