Wissenswertes über Reis

Reis ist mengenmäßig betrachtet das wichtigste Nahrungsmittel der Welt. Ohne ihn wäre die Ernährung der Menschen in vielen Regionen nicht möglich. In den feuchten und überschwemmungsgefährdeten Gebieten Asiens gedeiht keine Frucht so gut wie der Reis. Außerdem ist Reis die einzige Frucht, die als Monokultur angebaut werden kann, ohne dass der Boden auslaugt.

In Asien wird Reis schon seit mehr als 7000 Jahren angebaut, während sein Anbau im Mittelmeergebiet erst viel später erfolgte. Die Reispflanze wird 80 bis 120 m hoch und der Halm trägt 10 bis 20 überhängende Rispen mit je bis zu 200 Samen bzw. Reiskörnern. Dabei ist jedes einzelne Korn mit einem Mantel umgeben unter der die vielschichtige “Silberhaut” liegt, die sich fest um Kern und Keim schmiegt. Reis braucht viel Wasser zum Gedeihen und wächst am liebsten direkt aus dem Wasser bei warmen Temperaturen zwischen 30 und 35° C. 

Es gibt etwa 10000 gezüchtete Kreuzungen. dabei werden drei Hauptgruppen unterschieden: Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkorn-Reis. Langkornreis ist mit Abstand am beliebtesten und wird in drei Verarbeitungsformen angeboten:
Naturreis, Parboiled-Reis und Patna-Reis. Naturreis enthält noch das Silberhäutchen und den fetthaltigen Keim sowie Vitamine und Mineralstoffe, Ballaststoffe. Er ist zwar gereinigt und von dem harten Mantel befreit, aber ungeschält. Parboiled-Reis ist die beste Alternative zu Naturreis: Bei einem speziellen Verfahren werden die Nährstoffe aus der Silberhaut in das innere des Korns verlagert und fixiert. Anschließend wird er geschliffen und poliert. Patna-Reis ist besonders langkörnig. Daneben gibt es noch Basmati- oder Jasminreis, sog. Duftreissorten.

Risotto- und Paella-Reis zählen zu den Mittelkornsorten und stammen meist aus Italien. Den Mittelkornreis mit sehr viel Stärke schätzt man besonders in Japan, Thailand und China zu Gerichten mit viel Sauce. Außerdem gibt es Klebreis natürlich auch in den Ländern, wo man traditionell anstelle von Stäbchen oder Besteck Daumen, Zeige- und Mittelfinger zum Essen benutzt: der Reis wird zu kleinen Kugeln gedreht, um damit Fleisch, Gemüse, Fisch und Sauce aufzunehmen. Und wo man Reis statt Brot isst - in Vietnam und Thailand zum Beispiel-, ist Klebreis auch das Essen für unterwegs, weil man ihn gegart wie Sandwiches formen und füllen kann. Gedämpft bleibt Klebreis schön körnig und ist dennoch ideal für Stäbchen, weil die gegarten Körner aneinander haften und deshalb viel leichter in den Mund zu befördern sind als normaler Langkornreis. Außerdem eignet er sich gut für Bratreis, Buletten und Kroketten.

Milchreis ist ein Rundkornreis. Er gibt beim Kochen viel Stärke ab, weshalb er sich sehr gut für Desserts eignet.

Wildreis ist botanisch gesehen kein Reis, sondern das Korn des Wassergrasses Zizania. Diese Grassamen schmecken würzig und leicht nußig und vor allem in Kombination mit Natur-, Langkorn oder Basmati-Reis.

 


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