Probiotische Joghurts

Was versteht man unter Probiotischen Lebensmitteln?
Probiotics bezeichnet man lebende Bakterienstämme, die bestimmten Lebensmitteln zugesetzt werden und nach Verzehr positive Wirkungen auf unsere Darmflora ausüben. Diese Keime haben gemeinsam, daß sie Milchsäure bilden. Die meisten werden seit langer Zeit traditionell zur Herstellung von Salami, Sauerkraut und Joghurt sowie eingelegten Oliven oder Gurken verwendet. Im Gegensatz zu den "normalen" milchsäurebildenden Bakterienkulturen überleben Probiotics wahrscheinlich den schwierigen Weg durch Magen und Dünndarm und können somit im Dickdarm ihre Wirksamkeit voll entfalten.

Wirkungen
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diskutiert, ob lebende Milchsäurebakterien, wie sie in Sauerkraut und sauren Milchprodukten (Joghurt, Kefir, Sauermilch, etc.) vorkommen, Krankheiten heilen bzw. vorbeugen können. Heute wird ihre Wirksamkeit nicht mehr angezweifelt. 

Krebshemmende Wirkung von Milchsäurebakterien
Verschiedene Untersuchungen in den letzten Jahren haben ergeben, daß der regelmäßige Verzehr von beispielsweise Joghurt das Risiko, an Magen- und Darmkrebs zu erkranken, vermindern kann. Leider fehlen noch endgültige Beweise für eine Anti-Krebs-Wirkung von Milchsäurebakterien. Allerdings sind sich Wissenschaftler einig, dass sie einen möglichen Schutzeffekt besitzen. Bei regelmäßigem Verzehr von Sauerkraut, probiotischen Milchprodukten und ausreichender Ballaststoffzufuhr kann Darmkrebs vorgebeugt werden.

Steigerung der Immunabwehr
Milchsäurebakterien erhöhen die Widerstandskraft unseres Immunsystems.

Erhalt der Inhaltsstoffe
Durch den Gärungsprozeß bleiben die Inhaltsstoffe des rohen Gemüses erhalten. Zusätzlich werden sogar wichtige Enzyme und Vitamin B12 neu gebildet.

Verbesserung der Milchzuckerverträglichkeit
Milch wird nicht von Jedermann gut vertragen. Viele klagen nach Verzehr von Milch über Blähungen oder sogar Durchfall. Die Ursache liegt bei einer Unverträglichkeit von Milchzucker, der im Darm nicht aufgespalten werden kann, weil das dafür zuständige Enzym, die Laktase, nicht ausreichend vorhanden ist. Die lebenden Milchsäurebakterien verbessern dagegen die Verträglichkeit von Milchzucker, da sie selbst Laktase enthalten und somit die Funktion des fehlenden Enzyms übernehmen. Da Milchprodukte viel Kalzium enthalten, sind sie gute Alternativen zur Milch im Kampf gegen Osteoporose.

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