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Pilze sammeln und genießen
Im Herbst haben Wildpilze Konjunktur, weil Pilzfreunde nun im Wald alles finden, was das Herz begehrt: Pfifferlinge, Steinpilze und andere Pilzarten, die neben einem köstlichen Aroma
auch hinsichtlich ihres Nährwertes interessant sind. Die Pilzsuche sollte grundsätzlich nur mit Pilzkundigen erfolgen, damit nicht aus Versehen ein ungenießbarer, unter Umständen sogar giftiger Pilz in den Korb gerät. So sind Pilzfreunde vor bösen Überraschungen geschützt, denn in Europa existieren über 100 giftige oder giftverdächtige Pilzarten.
Unbekannte oder verdächtige Pilze also lieber wegwerfen oder besser gar nicht erst mitnehmen. Pilzsammler sind außerdem auf der sicheren Seite, wenn sie nach der Pilzsuche eine Pilzberatungsstelle, z. B. beim örtlichen Gesundheitsamt, aufsuchen. Hier können
ungenießbare oder gar giftige Pilze aufgespürt und aussortiert werden.
Pilze sind kalorienarm, sie enthalten zu 90 % nur Wasser. Daneben enthalten sie Kalium, das wichtig für den Wasserhaushalt ist und Vitamin B2, das vor trockener und rissiger Haut bewahrt und für Konzentrations- und Leistungsvermögen sorgt.
Viele Pilze, wie Austernpilze oder Pfifferlinge einen hohen
Ballaststoffgehalt.
Pilze wirken leicht abführend und man sagt ihnen eine antibakterielle Wirkung nach. Außerdem sollen sie den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.
Verschiedene Pilze können Schwermetalle wie z. B. Cadmium anreichern. Daher wird empfohlen, nicht mehr als 250 g Wildpilze pro Woche zu verzehren. Da Wildpilze nicht das ganze Jahr über gegessen werden, und die Aufnahme des Cadmiums aus den Pilzen im Darm nur in Spuren erfolgt, ist es unbedenklich, wenn die Menge einmal überschritten wird.
Zuchtpilze wie Champignons und Egerlinge sollten fest und möglichst dickfleischig sein. Beschädigte, verschrumpelte, schmierige oder fleckige Champignons sind nicht zu empfehlen. Zuchtpilze müssen
normalerweise nicht gewaschen werden! Pilze am besten mit einem Pinsel säubern oder - falls nötig - unter fließendem Wasser abspülen. Nicht in Wasser liegen lassen, sie saugen sich voll und verlieren an Aroma.
Frische Pilze sollten erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden, da sie sich angeschnitten schnell verfärben.
Tipps für einen ungetrübten Pilzgenuss:
- Pilze bilden wegen ihres hohen Wasser- und Eiweißgehaltes einen idealen Nährboden für Verderbniserreger. Putzen Sie daher die Pilze gleich nach dem Sammeln und verarbeiten Sie sie weiter.
- Wenn Sie Pilze aufbewahren wollen, dann möglichst in einem Gefäß im Gemüsefach Ihres Kühlschranks und nicht in einem Plastikbeutel. Maximal 2-3
Tage lagern!
- Pilzgerichte können Sie aufwärmen, wenn Sie folgendes beachten: Kühlen Sie die Reste schnellstmöglich ab, z. B. indem Sie den Topf in ein Eiswasserbad stellen. Erhitzen Sie die Pilzmahlzeit beim Aufwärmen gründlich auf über 70 °C.
- Getrocknete Pilze können für eine gute Würze in vielen Gerichten sorgen. Schneiden Sie die Pilze dazu in dünne Scheiben und legen Sie sie auf einen Backrost. Lassen Sie die Pilze danach bei leicht geöffneter Ofentür und höchstens 40°
C trocknen. Bis die Pilze richtig trocken sind, können 5 Stunden vergehen. In dieser Zeit müssen sie regelmäßig gewendet und
kontrolliert werden.
- Auch Einfrieren ist möglich: Zerkleinern und blanchieren Sie dazu Ihre Pilze für drei bis vier Minuten und frieren Sie sie danach ein. Beim Zubereiten geben Sie die gefrorenen Pilze direkt in die Pfanne oder in den Topf.

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