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Osteoporose
Ungefähr jede vierte Frau nach der Menopause und etwa die Hälfte der Frauen und Männer über 75 Jahre leiden derzeit an Osteoporose (Knochenschwund).
Bei der Knochenkrankheit Osteoporose vermindert sich die Knochenmasse und im fortgeschrittenen Stadium die Knochendichte, wodurch die Knochen brüchig wie Glas werden. Osteoporose entwickelt sich sehr langsam und wird oft überhaupt erst nach einem Knochenbruch erkannt. Meist sind Wirbel, Handgelenke oder Hüften betroffen, und jeder achte Europäer über 50 erleidet beispielsweise Wirbelfrakturen.
Osteoporose ist eine Krankheit, die mit einem übermäßigem Abbau von Knochengewebe einhergeht. Dadurch verliert der Knochen an Stabilität und Elastizität und es kann leicht zu Brüchen kommen. Betroffen sind vor allem Frauen nach der Menopause. So hat die hormonelle Umstellung in dieser Lebensphase einen wesentlichen Einfluss auf die Erkrankung. Aber auch bei Männern kann es zu einer Verringerung der Knochensubstanz kommen.
Bei folgenden Personengruppen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Osteoporose entwickelt: Frauen sind generell mehr gefährdet als Männer, ebenso dünne Menschen mit einem schmalen Körperbau, ältere Menschen, Familien mit bekannten Osteoporose-Fällen, Frauen nach den Wechseljahren, Männer mit niedrigen Testosteronwerten, körperlich wenig aktive Menschen, Raucher und Menschen mit einem übermäßig hohem Alkoholkonsum.
Neben hormonellen und genetischen Faktoren und auch körperlicher Belastung ist eine ausreichende Zufuhr von Calcium, Vitamin D und Vitamin K wichtig - besonders für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Auch wenn in der Jugend das meiste Calcium in die Knochen eingelagert wird, kann die Knochendichte aber auch noch bis zum 30. Lebensjahr erhöht werden: von einem derart angelegten Calciumvorrat kann man dann im Alter zehren. Empfohlen werden eine tägliche Aufnahme von 1000 mg Calcium. Darüber hinaus benötigen 11-24 jährige sowie schwangere oder stillende Frauen und auch Frauen nach den Wechseljahren, die keine Hormontherapie erhalten, zwischen 1200-1500 mg Calcium täglich.
Ernährungstipps
- Achten Sie auf eine calciumreiche Ernährung mit täglich mindestens 1000 mg Calcium. Etwa 300 mg Calcium sind enthalten in 1-2 Scheiben Hartkäse (Emmentaler, Parmesan), 50 g Weichkäse (Camembert, Brie etc.), 200 g entrahmte Milch oder Joghurt, 150 g Mandeln oder getrocknete Feigen, 200 g getrocknete Bohnen, 500 g Gemüse (Kohl, Lauch, Spinat, Brokkoli), 150 g Nüssen (Mandeln, Haselnüsse) , 0,7 l calciumreichen Mineralwasser
- Achten Sie auf eine ausreichende Aufnahme an Vitamin K. Grünes Gemüse, insbesondere Kohlgemüse, Milch- und Milchprodukte, Fleisch, Getreide und Früchte sind gute Vitamin-K-Lieferanten.
- Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium in die Knochen. Fisch (Hering, Markele, Thunfisch, Lachs) ist reich an Vitamin D.
- Ausreichende Bewegung - wenn möglich im Freien - stimuliert den Knochenaufbau.
Das sollten Sie meiden:
- Phosphatreiche Lebensmittel wie Colagetränke, Bier, Schmelzkäse sowie Fleisch und Fleischwaren sind natürliche "Gegenspieler" des Calcium und sollten deshalb in größeren Mengen gemieden werden.
- Trinken Sie Kaffee nur mäßig. Mehr als 4 Tassen täglich fördern die Calciumausscheidung über die Niere.
- Oxalsäure in Spinat, Rhabarber, schwarzer Tee und Kakao verschlechtert die Calciumbilanz.
Als Vorbeugung gegen Osteoporose ist neben einer gesunden Ernährung aber auch schon in frühen Jahren regelmäßiges körperliches Training wichtig, denn es fördert den Aufbau der Knochenmasse und eine hohe Knochendichte. Ebenso sollten ältere Menschen körperlich aktiv bleiben, da sich das Osteoporose-Risiko so reduzieren lässt. Bei älteren Menschen unterstützt körperliches Training zudem Balance und Koordinationsfähigkeit und vermindert damit indirekt die Sturzgefahr mit möglicherweise gefährlichen Folgen. Waldlauf, Fitnesstraining oder Tanzen erhöhen Muskelkraft und Ausdauer.

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