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"Wenn der Kopf zerbricht..." - Ernährungsempfehlungen bei Migräne Kopfschmerzen hat wohl "jedes Kind" schon einmal gehabt. Viele verschiedene Ursachen können einem den "Kopf zerbrechen": Stress, Überanstrengung, eine durchzechte Nacht. Dann sollte man Kopfschmerzen als Warnhinweis werten und an der Ursache etwas ändern. Leidet man aber unter einem Dauerschmerz oder einem immer wiederkehrenden Kopfschmerz oder Migräneanfälle, die häufig von Übelkeit oder Erbrechen begleitet werden, sollte man versuchen, die Ursachen aufzuspüren. Bei der Migräne handelt es sich um einen periodisch, meist einseitig auftretenden Kopfschmerz mit einer Dauer von 4 bis 72 Stunden. Er verstärkt sich bei körperlicher Aktivität und wird von Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie Sehstörungen begleitet. Der Entstehungsmechanismus ist auch heute noch nicht völlig geklärt. Nach neueren Untersuchungen nimmt man an, dass ein Migräneanfall durch die Reizung von Nervengeflechten an den Gefäßen der Hirnhäute ausgelöst wird. Durch diese Reizung setzen die Nervenenden Überträgerstoffe frei, die die Blutgefäße erweitern. Hierdurch gelangt Blutplasma aus den Hirnhautgefäßen in deren unmittelbare Umgebung. Dieser Vorgang verursacht die Schmerzen. Bei 50-60 % der Migränepatienten findet sich eine genetische Prädisposition. Frauen erkranken dreimal häufiger als Männer. Als Auslöser für einen Migräneanfall können auch bestimmte Lebensmittel verantwortlich sein. Schokolade, Käse, Ananas, Avocado, Bananen, einige Fischarten wie Thunfisch, Makrele und Sardinen, Zitrusfrüchte, Rotwein oder der Geschmacksverstärker Natriumglutamat enthalten bestimmte Stoffe, sog. Biogene Amine, die zu Kopfschmerzen führen können. Aber auch Koffein in Kaffee oder Tee sowie Nikotin und Kältereize gelten als Auslöser für einen Migräneanfall. In den wenigsten Fällen handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung. Weitere Auslöser eines Migräneanfalls können sein: Schwankungen des Hormonspiegels (Menstruation), Medikamente (z. B. Nitroglycerin), Alkohol (wirkt vasodilativ), Psychischer Streß (z. B. Angst, Sorgen, Schock), Physischer Streß (körperliche Anstrengung; z. B. schwere Lasten tragen), Umwelteinflüsse (z. B. Licht, Lärm, Kälte, Föhn, Rauch). Um herauszufinden, welche Ursache sich hinter einer Migräne verbirgt, ist es wichtig, daß die Betroffenen ein Migränetagebuch bzw. -kalender führen. Ernährungsempfehlungen bei Migräne: à Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder bestimmte Energydrinks sowie Rotwein können Kopfschmerzen hervorrufen. à Der Geschmacksverstärker Natriumglutamat, der auch in vielen asiatischen Gerichten zum Würzen verwendet wird, kann einen Migräneanfall auslösen ("Chinarestaurant-Syndrom"). Auch ist Sojasaucen enthalten! à Biogene Amine in Schokolade, Ananas, Käse, überreife Bananen und Fisch begünstigen bei empfindlichen Personen ebenfalls einen schmerzenden Kopf. à Gepökelte und stark gesalzene Fleischwaren auf Verträglichkeit testen! à Wenn Sie beobachten, dass Sie nach Verzehr von bestimmten Lebensmitteln Kopfschmerzen oder einen Migräneanfall bekommen, meiden Sie diese. à Eventuell kann auch eine Nahrungsmittelallergie vorliegen. Um bei chronischen Kopfschmerzen dies auszuschließen, ist ein Allergietest ratsam!
Soforthilfe: Massage der Kopfhaut- und Nackenmuskeln hilft auch Verspannungen lösen. Durch einen leichten Druck der Handinnenflächen auf die geschlossenen Augenlider kann man dem erhöhten Kopfdruck beim Kopfschmerz entgegenwirken. Autogenes Training oder andere Entspannungsübungen fördern den inneren Ausgleich und beugen oft Stresssituationen vor. Auch Kälteanwendungen können manchmal hilfreich sein! Weitere Informationen: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Pfauenstraße 6, 79215 Elsach-Oberprechtal, Migräne-Liga e. V., Westerwaldstraße 1, 65462 Ginsheim-Gustavsburg Buchtipp: "Abwechslungsreiche Diät bei Migräne" von Stefanie Braun, Trias Verlag
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