Medikamente und Nährstoffe

Medikamente sind oft lebensnotwendig, können aber auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen beeinträchtigen, indem sie deren Aufnahme über den Darm vermindern, bestimmte Stoffe an sich binden und sie somit unwirksam machen oder die Darmflora stören. So können z. B. Cholesterin senkende Medikamente die Aufnahme fettlöslicher Vitamine vermindern. Abführmittel binden Mineralstoffe und Antibiotika töten wichtige Darmbakterien ab, die für das Immunsystem eine große Rolle spielen. Die Einnahme von Medikamenten kann aber nicht nur die Wirksamkeit von Nährstoffen einschränken, sondern auch direkt schädlich auf gewissen Organe wirken. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) beispielsweise führt bei längerer Einnahme häufig zu Magenschleimhautentzündung.

Deshalb ist eine sorgfältige Überprüfung aller eingenommen Medikamente erforderlich, vor allem wenn Beschwerden auftreten. Der Beipackzettel der Arzneimittel gibt ebenfalls Hinweise auf Wechselwirkungen oder Mangelerscheinungen. Wichtig ist ebenfalls, dass Medikamente immer mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Gichtmittel       

Können die Darmschleimhaut schädigen, die Aufnahme von Vitamin B12, fettlöslichen Vitaminen und Fett ist möglicherweise beeinträchtigt. Gichtmittel unmittelbar vor oder nach der Mahlzeit mit Wasser einnehmen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ausreichende Zufuhr von fettlöslichen Vitaminen beachten.

 

Antidepressiva

Mögliche Wechselwirkungen mit Riboflavin (Vitamin B2) können Magenbeschwerden und Verstopfung verursachen, zu trockenem Mund führen oder den Appetit verändern. Antidepressiva sollten unmittelbar vor oder nach der Mahlzeit eingenommen werden. Auf ausreichende Ballaststoff- und Flüssigkeitszufuhr sowie regelmäßige Mahlzeiten achten!

 

Blutdruckmittel

Können die Verfügbarkeit von Vitamin-B6 verringern, dadurch kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Getreide und Gemüse ist reich an Vitamin B6.

 

Antibiotika      

Durch Antibiotika wird die Darmflora geschädigt, es kann zu Verstopfung kommen.

Tipp: Auf ausgewogene Ernährung achten. Joghurt hilft, die Darmfunktion zu regenerieren. Viel trinken!

 

Beruhigungsmittel

Sind appetitanregend, führen leicht zu Verstopfung. Achten Sie deshalb auf eine

ausreichende Ballaststoff- und Flüssigkeitszufuhr

 

Acetylsalicylsäure (ASS)        

Bei regelmäßiger Einnahme von ASS ist eine Magenschleimhautentzündung und Blutung der Magenschleimhaut möglich. Außerdem ist die Aufnahme von Eisen gemindert. Deshalb auf ausreichende Eisenzufuhr achten, Gleichzeitige Einnahme von Vitamin C (Obstsaft, Fruchtdessert) fördert die Eisenaufnahme!

 


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