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Ungesunde Männer
Männer tragen ein höheres Risiko als Frauen, an Herzinfarkt und ähnlichen Vorfällen so genannten koronaren Ereignissen - zu erkranken. Mit einigen Regeln den Lebensstil betreffend lässt sich dieses Manko jedoch vielfach ausgleichen.
Als koronare Ereignissen werden Herzinfarkte und damit verwandte Erkrankungen bezeichnet. Die stärkere männliche Anfälligkeit dafür resultiert aus verschiedenen geschlechtsbedingten Faktoren. Der Mann produziert nur einen geringen Anteil des weiblichen Hormons Östrogen, dem eine Schutzfunktion vor dem schädigenden LDL-Cholesterin zugeschrieben wird. Zusätzlich geht die unterschiedliche Fettverteilung bei Mann und Frau mit dem Eindringen des LDL-Cholesterins in das Blut einher. Während beim Mann überschüssiges Fett in der Bauchregion gelagert wird, ist es bei der Frau im Hüftbereich zu finden, wo das LDL-Cholesterin weniger stark vom Blut aufgenommen wird. Doch auch das Blut selbst ist bei Mann und Frau unterschiedlich beschaffen. Entwicklungsmäßig bedingt (durch die höhere Verletzungsgefahr des Mannes auf der Jagd) ist das männliche Blut dickflüssiger. Medikamentös lässt sich zwar die Fließeigenschaft verbessern, die zähere Beschaffenheit birgt aber dennoch einen Risikofaktor.
Ungesunde Lebensweise
Ein weiterer Punkt, der koronare Erkrankungen begünstigt, ist eine zunehmend ungesunde Lebensweise, die vor allem Männern eigen ist. Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel, Nikotin und Alkohol begünstigen Herzinfarkt und Co. Männer ab dem vierzigsten Lebensjahr leiden zehn Mal so häufig an ernährungsbedingten Erkrankungen wie Frauen im selben Alter. Besonders für den älteren Mann ist daher regelmäßige Bewegung von großer Wichtigkeit. Untersuchungen haben gezeigt, dass 70-jährige Personen bei einem regelmäßigen Fitnesstraining über sechs Monate hinweg wieder 22 Prozent ihrer verlorenen Lungenkapazität zurückgewinnen konnten und damit wieder das Niveau eines 50-jährigen erreichten. Bewegung beugt nicht nur Übergewicht und Bluthochdruck vor, sondern vermindert auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Osteoporose.
Diabetes-Typ II, auch Altersdiabetes genannt, tritt verstärkt ab dem vierzigsten Lebensjahr auf. Männliche Diabetiker tragen ein vierfach höheres Herzinfarktrisiko als männliche Nichtdiabetiker. Auch die Funktion der Nieren, das Sehvermögen und die Nerven werden beeinträchtigt.
Tipps für gesunde Männer
- Zigaretten- und Alkoholkonsum einschränken
- Viel Obst, Gemüse und Milchprodukte, cholesterinarme und abwechslungsreiche Speisen.
- Regelmäßige Bewegung
- Vermeiden von Stress
- Vorsorgeuntersuchung auch dann, wenn man(n) sich gesund fühlt
- Auf die Signale des Körpers hören und darauf eingehen

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