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Listerien-InfektionenZum Glück selten, aber dennoch tauchen
gelegentlich Meldungen auf, daß Käse oder Wurst aus den Regalen genommen
wird, weil bei Routineuntersuchungen Listerien festgestellt
wurden.
Listerien zählen zu den Bakterien, die nahezu überall vorkommen können,
z. B. im Wasser, Abwasser, Erde, Stroh, aber auch in der Milch, in
Eiern, Hackfleisch, Hähnchen, Käse oder Sauerkraut. Bei Käse sind vor allem die Rinde
von Weichkäsesorten betroffen, überwiegend Schmierekäse, z. B. Rotschmiere wie Romadur, Limburger, Steinbuscher, Harzer und Schimmelkäse (Blau- oder Weißschimmel).
Listerien vermehren sich optimal bei einer Temperatur zwischen 30 und 37°C,
besitzen aber noch eine gute Vermehrungsfähigkeit bei einer Kühlschranktemperatur von bis zu 1° C sowie bei einer Kochsalzkonzentration von
10%, weshalb bei der Verarbeitung von Milch, Eiern und Fleisch hohe
Hygieneanforderungen gestellt werden müssen.
Die Bakterien gelangen durch Wasser, Rohmilch, Luft oder Personal in das
Produkt und können sich an Wänden, Wasserhähnen, in Schmierekulturen, auf Lagerregalen,
und im Abwasser vermehren. In Deutschland wird die in der Molkerei
ankommende Rohmilch pasteurisiert, wodurch die Listerien abgetötet
werden. Problematisch sind vor allem Rohmilchkäse, dessen Milch nicht pasteurisiert wird.
Eine Listerieninfektion kann für Personen mit Immundefekten, für Schwangere, Kinder,
ältere Menschen sowie Diabetiker, Krebskranke und Tuberkulosekranke
gefährlich werden, weshalb diesen Personengruppen von dem Verzehr von
Rohmilch oder aus Rohmilch hergestellten Produkten abgeraten wird.

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