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LebererkrankungenAb einer Einlagerung von über 50 % in die Leber bezeichnet man diese als Fettleber. Sie ist meist Folge einer fettreichen Ernährung (z. B. Fettsucht) oder chronischen Alkoholkonsums. Daneben sind aber auch Zuckerkrankheit und Eiweißmangelernährung, wie sie in Entwicklungsländern vorzufinden ist, verschiedene Drogen und einige seltene Nahrungsgifte als Ursache für eine Fettleber bekannt. Wird das Körpergewicht wieder auf ein normales Niveau gebracht bzw. die Alkoholzufuhr gestoppt, normalisiert sich auch innerhalb von 4 bis 8 Wochen der Zustand der Leber. Eine Fettleber kann aber auch von einer entzündlichen Reaktion begleitet sein. Wenn sich bei einer Leberverfettung Entzündungszellen in die Leber einlagern und Bindegewebsfasern ausbreiten, kann dies zur ernster zu beurteilenden Fettzirrhose führen. Bei fortschreitender chronischer Leberentzündung oder nicht behandelter Fettleber kann es zu einer Schrumpfung der Leber (Leberzirrhose) kommen. Eine Schädigung der Leber durch eine chronisch verlaufende Gallenwegsentzündung oder seltene Erbkrankheiten (Fett-, Eisen oder Kupferstoffwechsel) sind ebenfalls als Ursache bekannt. Daneben können aber auch Schimmelpilzgifte (z. B. Aflatoxine), die in tropischen Ländern häufig auf Nahrungsmitteln zu finden sind (nicht zu verwechseln mit dem kultivierten Schimmelpilz auf verschiedenen Käsesorten), Gifte von Parasiten und Pflanzengifte für eine Leberzirrhose verantwortlich sein. Anstelle der zerstörten Leberzellen wächst funktionsloses Bindegewebe ein, so dass die Leber ihre Aufgaben nicht mehr vollständig erfüllen kann. Im Gegensatz zu anderen Lebererkrankungen ist eine Einlagerung von Bindegewebe mit eingeschränkter Leberfunktion nicht mehr in ihren Urzustand rückgängig zu machen. Da einer Leberzirrhose meistens bestimmten Vorerkrankungen folgt, ist ein rechtzeitiges Erkennen oftmals möglich. Bei Alkoholismus wird eine fortgeschrittene Leberzirrhose nicht immer rechtzeitig erkannt, zumal sich Alkoholkranke sehr häufig nicht zu ihrer Sucht bekennen. Bei einer beginnenden Leberzirrhose ist eine eiweißdeckende Ernährung nach den Prinzipien der leichten Vollkost empfehlenswert. Ist die Schrumpfung schon soweit fortgeschritten, dass Nahrungsgifte nicht mehr vollständig abtransportiert werden können und Funktionen des Gehirns beeinträchtigt werden, muss der Arzt abklären, welche Ernährungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Das sollten Sie meiden: - Verzichten Sie strikt auf Alkohol. Achten Sie auch auf "versteckten" Alkohol in Pralinen, bestimmten Medikamenten und "alkoholfreiem" Bier! - Meiden Sie Lebensmittel, die zu Unverträglichkeiten führen. - Schränken Sie Ihre Kochsalzzufuhr ein, um einer übermäßigen Wassereinlagerung vorzubeugen. Das hilft: - Achten Sie auf eine fettarme Ernährung und bereiten Sie Ihre Lebensmittel schonend zu. - Ernährung Sie sich vitamin-, mineralstoff- und ballaststoffreich. - Übergewicht sollte mit Hilfe eines individuellen Diätplanes abgebaut werden. - Falls Sie zuckerkrank sind, ist eine genaue Stoffwechseleinstellung wichtig.
Buchtipp: "Richtig essen", Südwest Verlag
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