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Lapacho-Tee
Lapacho-Tee wird ausschließlich aus der rotbraunen inneren Rinde des Lapachobaums gewonnen. Die Rinde wird ein- bis zweimal im Jahr abgeschält und geraspelt. Der Lapachobaum (lateinisch: Tabebuia impetiginosa und Tabebuia avellanedae) gehört zur Pflanzenfamilie der Bigoniaceen und ist in den tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas heimisch. Er kann bis zu 700 Jahre alt und bis zu 20 Meter hoch werden. Ein Stammdurchmesser von 70 Zentimetern und mehr ist dabei nicht selten. Die Einheimischen verwenden sein grün-braunes Holz als Baumaterial für Boote und Häuser, denn es ist hart, langlebig und resistent gegenüber Termiten, Pilzen und Schwämmen. Dem noch lebenden Baum schadet das Abschälen der Rinde nicht. Für den Verkauf in größeren Mengen, beispielsweise für den Export nach Europa, stammt Lapacho aber aus der Holzindustrie,
wo die Rinde als Nebenprodukt anfällt.
Die Wirkungen des Lapacho-Tees sind vielfältig. In der inneren Rinde des Baums findet sich der höchste Gehalt an gesundheitsfördernden Stoffen. Die Lapachorinde wird in der Naturmedizin Lateinamerikas vor allem aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes (Calcium, Kalium, Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium, Jod) sowie ihrer zahlreichen antibakteriellen und anitviralen Wirkstoffe geschätzt. Die Indianer verwenden die Pflanze seit Generationen um die körpereigene Immunabwehr zu steigern. Amerikanische Krebsforscher fanden heraus, dass bestimmte, in der Lapachorinde enthaltene Verbindungen in sehr hohen Dosen antiinfektiös und sogar antitumoral wirken. Lapacho ist aber kein Wundermittel gegen Krebs und andere Leiden, denn solch hohe Dosen werden mit dem täglichen Teekonsum niemals erreicht.
Allerdings liegen bereits Kleinstmengen an Substanzen wie im Tee vor, - ähnlich wie Echinacin (Roter Sonnenhut) -,
die das menschliche Immunsystem stärken können. Verantwortlich für diesen Schutzmechanismus sind die zur Gruppe der Flavonoide (Pflanzenschutzstoffe) zählenden Substanzen wie Katechine, Tannine und Saponine. Weiterhin enthält der Tee sogenannte Lapachole, die das menschliche Abwehrsystem günstig beeinflussen können. Die Symptome bei Allergien und Pilzerkrankungen (Candida albicans) können gemildert werden.
Weil Lapacho-Tee kein Koffein enthält, ist er auch für Kinder geeignet. Die meisten Lapacho-Tees enthalten. Wer auf Gerbsäure mit Magenproblemen reagiert, kann den Tee mit einigen Tropfen Sahne oder Milch verfeinern. Die Gerbsäure wird dadurch gebunden.

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