Frische Kräuter

Basilikum, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Thymian, Majoran, Oregano, Rosmarin & Co. sind mehr als nur dekorative Beilagen. Die Verwendung von Küchenkräutern ist erstmals im Kochbuch des römischen Feinschmeckers Apicius aus dem 1. Jahrhundert belegt.
Ihre Geschmacks- und Duftstoffe haben zahlreiche positive gesundheitliche Wirkungen. Die meisten Gewürzkräuter enthalten Pflanzenstoffe, die über Nahrungsmittel eingeschleppte Bakterien in Speisen abtöten. Knoblauch, Zwiebeln oder Oregano beispielsweise töten die meisten Bakterien, darunter auch Salmonellen und Staphylokokken. Die Inhaltstoffe der Pfefferschote vernichten rund 80 % aller Erreger. Haben Sie sich nicht auch schon gefragt, warum in südlichen Ländern feurig und intensiv gewürzt wird? Je heißer und feuchter das Klima, desto schneller breiten sich Bakterien in Lebensmitteln aus. Die Gewürze schützen davor. Neben Knoblauch und Zwiebeln werden Pfeffer, Peperoni, Zitronensaft, Curcuma und Ingwer weltweit am häufigsten verwendet. Doch Kräuter und Gewürze können noch mehr. Viele von ihnen enthalten Stoffe, die die Krebsentstehung bremsen können. In Rosmarin und Salbei wurden z.B. die Stoffe Carnosol und Carnosolsäure als Antikanzerogen gefunden. In Knoblauch heißt der krebshemmende Pflanzenstoff Allicin, in Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Schnittlauch sind es ähnliche schwefelhaltige Verbindungen. Limonen ist der chemische Name des Wirkstoffs aus Zitrusfrüchten, Dill, Petersilie oder Kümmel. Viele gute Gründe also, zur Krebsprävention nicht nur fünfmal täglich Gemüse und Obst zu verzehren, sondern auch reichlich und abwechslungsreich bei Kräutern und Gewürzen zuzugreifen!

Kräuter als Heilmittel
Seit Tausenden von Jahren haben die Menschen in Krankheitsfällen auf die Hilfe von Heilpflanzen gesetzt. Erste schriftliche Aufzeichnungen (3000 v. Chr.) über medizinische Rezepturen wurden auf babylonischen Tontafeln entdeckt. Unter diesen Umständen verwundert es, dass die Kräutertherapie heute als “alternativ” gilt, während die relativ junge chemische Behandlungsmethode den Status einer “offziellen” Therapie einnimmt. Kräuter können für weniger schwere chronische Leiden oft genau die richtige Behandlungsmethode sein. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch Pflanzen “Drogen” sind. Deshalb ist die Dosierung wichtig. Pflanzenpräparate oder Heiltees sollten deshalb nicht in großen Mengen eingenommen werden. Notfalls Apotheker oder Spezialisten fragen.

Anbau und Pflege
Kräuter lassen sich besonders leicht anbauen, weil sie sehr anpassungsfähig und kaum krankheitsanfällig sind. Wenn es gelingt, den richtigen Standort und den geeigneten Boden im Garten zu finden, werden diese Pflanzen gut gedeihen. Allerdings sollten sie nicht zu nahe beieinander stehen. Deshalb den Bestand ggf. ausdünnen. Kräuter lassen sich in Blumen- und Gemüsebeeten, aber auch im Topf anpflanzen. Etliche gedeihen auch gut auf dem Balkon oder der Terrasse. Nach der Ernte am besten frisch verwenden oder trocknen lassen.


"Lecker und gesund"  |  Dienstleistungen  |  Bücher  |  Ernährungsinfo  | Home