Auf den Boden kommt es an - Kochtöpfe

Auf den ersten Blick sehen sie alle schön aus, doch in Qualität und Preis bestehen erhebliche Unterschiede zwischen Kochtöpfen, die in verschiedenen Materialien und Dekoren angeboten werden. Nicht nur optische, sondern vor allem gebrauchspraktische Eigenschaften sollten beim Neukauf darüber entscheiden, welchen Kochtopf Sie kaufen. Ein guter Kochtopf trägt
maßgeblich zum Energiesparen und sicheren Gelingen der Speisen bei. 

Der Boden
Beim Garen auf Elektrokochstellen ist ein formbeständiger, stabiler Boden besonders wichtig. Er überträgt die Wärme rasch und gleichmäßig von der Kochstelle auf die Speise. Ein guter Topfboden weist im kalten Zustand eine leichte Innenwölbung auf. Beim Erwärmen dehnt diese sich aus, und der Topfboden erreicht eine größt mögliche Kontaktfläche mit der Kochstelle. Ein im kalten Zustand ebener Topfboden wölbt sich beim Erhitzen an den Rändern nach außen. Das kostet viel Energie und die Garzeiten verlängern sich, weil der Boden nicht mehr mit der ganzen Fläche auf der Kochstelle aufliegt. Auf Kochfeldern aus Glaskeramik fangen solche Töpfe an zu tanzen. Mit einem einfachen Test können Sie feststellen, ob eine Innenwölbung am Topfboden vorhanden ist: Ein auf den Topfboden aufgelegtes Lineal darf nur an den äußeren Rändern den Boden berühren. Darüber hinaus weist die Aufschrift "nach DIN 44904" auf die nötige Innenwölbung hin. Lediglich für den Einsatz auf dem Gasherd spielt die Bodenwölbung keine Rolle. 

Der Deckel
Ein hochwertiger Kochtopf sollte zudem einen gut schließenden Deckel besitzen. Das spart Energie und sorgt dafür, dass die Garflüssigkeit im Topf bleibt und die Lebensmittel nicht anbrennen. Ob Sie einen sogenannten Steckdeckel mit innen liegendem Rand oder einen aufliegenden Deckel bevorzugen, ist Geschmackssache. 

Die Griffe
Geeignete Griffe gewährleisten den sicheren Umgang mit dem Kochgeschirr. Die Griffe sollen gut in der Hand liegen, hitzebeständig sein und sich nur wenig erhitzen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Griffe an die Topfwand geschweißt oder geschraubt sind, genietete lassen sich nicht mehr festziehen und können sich lockern. 

Die Form
Ein nach außen gewölbter Schüttrand ermöglicht ein tropffreies Ausgießen von Flüssigkeiten, ohne dass die Hälfte danebenläuft. Achten Sie bei aufgesetzten Rändern darauf, dass diese gut mit dem Topf verbunden sind und keine Hohlräume vorhanden sind, in denen sich Schmutz oder Bakterien einnisten können. An solchen Stellen beginnen schlecht verarbeitete Töpfe außerdem bevorzugt zu rosten. Bezüglich der Topfform sind einfache zylindrische Formen am praktischsten zu handhaben. Sie lassen sich einfacher ausgießen und beim Rühren und Reinigen besser einsehen als bauchige Topfwände. Schließlich sollte unabhängig von der Topfform der Übergang zwischen Boden und Wand abgerundet sein, damit beim Rühren der gesamte Topfinhalt bewegt werden kann und nichts ansetzt.


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