Marktinfo: Sommergemüse/-obst

In den Sommermonaten ist das Angebot an Gemüse und Obst besonders groß: Bis auf wenige Gemüsesorten reift jetzt alles unter dem warmen Klima. Heute gehts um Auberginen und Kirschen.

Auberginen:
Sie gehören zur selben Familie wie Tomaten und Kartoffeln - die Rede ist von Auberginen. Doch anders als ihre - ursprünglich amerikanischen - Verwandten stammen Auberginen aus Indien. Nach Europa kamen die Eierfrüchte durch die Araber im 13. Jahrhundert und sind heute das "Nationalgemüse" in der Türkei, Griechenland und Italien. Aber auch bei uns haben viele dieses Nachtschattengewächs entdeckt. Christian Henze präsentiert uns heute eine Auberginenlasagne.
In Asien kennt man sie seit mehr als 2500 Jahren, und seit etwa 500 v. Chr. wird sie in China angebaut. Auberginen sollten fest und schwer sein und eine glatte, gleichmäßig gefärbte Schale haben. In der Balkanküche werden Auberginen immer für 15 Minuten in den heißen Ofen oder unter den Grill gelegt, um sie danach zu häuten. Das geht nicht nur leicht, sondern die Auberginen werden im Geschmack intensiver.
Auberginen sind von Natur aus sehr kalorienarm, weil sie kaum Fett enthalten. Deshalb macht es nicht so viel aus, wenn man sie zum Grillen mit Fett bestreicht oder Antipasti mit Olivenöl - kalt oder warm - zubereitet. Allerdings sollten nur gegarte und reife Früchte verzehrt werden. Rohe und insbesondere unreife Auberginen enthalten nämlich das giftige Solanin, das sich beim Kochen verflüchtigt.

Kirschen:
Die ersten essbaren Sorten stammen aus der Gegend ums Schwarze Meer. Von dort brachten römische Feldherren 74 v. Christi die ersten Früchte nach Rom, von wo sie später auch nach Nord- und Mitteleuropa gebracht wurden. Jedenfalls sind sie nun schon seit so vielen Jahrhunderten auch bei uns beheimatet und wir würden sie auch nicht missen wollen, nicht wahr?
Wenn Sie einen Kirschbaum zuhause haben, ist das natürlich ideal - sofern Ihnen die “fliegenden Feinschmecker”, ja Amseln und Stare zuvor kommen.
Wenn Sie Kirschen frisch aus deutschen Landen einkaufen, dann können Sie deren Frische am besten am geraden Stiel erkennen, der sich biegen läßt und grün gefärbt ist. Lagern sollte man Kirschen möglichst nicht, sie halten nämlich nur einige Tage. Allerdings lassen sie sich gut einfrieren.
Früher fand ja beinahe der ganze Kirschbaum seine Verwendung als Heilmittel. Kein Wunder also, dass in Japan seit über 1000 Jahren kein anderer Baum so verehrt wird wie die Kirsche. Die Blätter und Stiele ergeben einen Tee bzw. Aufguß, der schleimlösend wirkt und die Kerne finden auch heute wieder eine Verwendung in kleinen Säckchen, den Kirschkernsäckchen.


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