Kaugummi - Herstellung, Inhaltsstoffe

Stundenlang kann man an auf so einem Klumpen Kaugummi herumkauen. Warum eigentlich? Woran liegt es, dass Kaugummi seit Generationen bei Kindern und Erwachsenen so beliebt ist?

Herkunft:
1993 fand ein Archäologe in Schweden ein 9000 Jahre altes Kaugummi aus Birkenharz und Honig. Vor etwa 150 Jahren wurde in Amerika der erste Kaugummi aus einem Gemisch von Kaumasse, Zucker und pflanzlichen Ölen verkauft. Das richtig große Geschäft machte ab 1890 William Wrigley, der vor allem Pfefferminz als Geschmacksstoff verwendete.

Herstellung:
Früher bestand die Kaumasse aus einem Naturprodukt, dem sogenannte Chicle (= Milchsaft eines mittelamerikanischen Apfelbaumes). Wenn man die Rinde einritzt und ein Gefäß darunter stellt, kann man eine milchig-weiße Flüssigkeit auffangen.
Heute wird die Kaumasse künstlich hergestellt. Die Kaumasse ist sehr hart und wird in Platten in der Fabrik angeliefert. Im Ofen wird sie dann erhitzt, wodurch sie weich wird. Dann kommt flüssiger Maissirup (Glukose), Puderzucker, Aromastoffe und Farbstoffe hinzu.Anschließend wird der Teig geformt. Erst kommt er als dicke Wurst aus der Maschine und wird anschließend in gleich lange Stücke geschnitten, die dann in Kugeln oder Streifen geformt werden. Je nach Kaugummi noch mit einer farbigen Zuckerglasur versehen.

Zuckerfreie Kaugummis enthalten Süßstoffe, zahnfreundliche Kaugummis Zuckeraustauschstoffe. Durch das Kauen wird Speichel gebildet, der schädlichen Kariesbakterien im Mund keine Chance bietet sich festzusetzen.

Übrigens:
Den Rekord im Blasenmachen hält eine Amerikanerin. Mit fünf Kaugummis im Mund hat sie eine Riesenblase von 50 Zentimeter Durchmesser geschafft.

Buchtipp: "Sach- und Lachgeschichten mit der Maus", ZabertSandmann Verlag


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