Der Kaffee ist fertig...

In Europa feierte der Kaffee vor 400 Jahren seinen Einstand als anregende Arznei für Kreislaufgeschwächte. Im Vorderen Orient kannte man den Kaffee schon einige hundert Jahre länger. Seine eigentliche Wiege stand jedoch im Hochland von Abessinien, dem heutigen Äthopien. Die einstige Provinz Kaffa wurde vermutlich zur Namensgeberin der immergrünen Pflanze. Der Legende nach wurde die Kaffeepflanze im 8. Jh von einem Ziegenhirten entdeckt. Seine Ziegen naschten gerne von den kleinen, roten kirschenähnlichen Früchten und waren danach besonders munter. Das war dem Hirten und seinen Freunden nicht ganz geheuer. Sie baten einen Mönch um Rat, der dann die Bohnen zerstampfte, röstete und in Wasser kochte. Den Sud gab der Mönch den anderen Mönchen als Kostprobe - und da ward der köstliche Kaffee entdeckt. Von Afrika gelangte der Kaffee dann in den Jemen. Als der belebende, aromatische Trank schließlich den Wallfahrtsort Mekka erreichte, eroberte er von hier aus die gesamte arabische Welt.

Kaffee und Gesundheit
Für viele ist die Tasse Kaffee am Morgen der richtige Muntermacher. Die Aufnahmefähigkeit nimmt zu, das Reaktionsvermögen verbessert sich, die Stimmung hebt sich. Nach dem Essen getrunken wirkt er sich auch positiv auf die Verdauung aus. Wer unter Herzproblemen leidet, sollte sich in Sachen Kaffeegenuss allerdings von seinem Arzt beraten lassen.

Inhaltsstoffe
Die anregende Wirkung bekommt der Kaffee durch das Koffein. Koffein führt zu einem Anstieg des Hormons Serotonin im Gehirn, wodurch das Gefühl des Wohlbefindens ausgelöst wird. Außerdem sind noch Säuren enthalten, die für den feinen Geschmack verantwortlich sind.
Der anregende Effekt von Koffein ist nicht durch höhere Dosierungen steigerbar, d. h. die Wirkung einer Tasse Kaffee kann nicht durch weiteres Kaffeetrinken gesteigert werden. Im Gegenteil: Durch übermäßigen Konsum von Kaffee können Konzentrationsschwäche, Gedankenflucht, Fahrigkeit, Nervosität, Herzklopfen und Schlaflosigkeit auftreten. Autofahrern ist z. B. zu empfehlen, nur eine Tasse Kaffee zu trinken und die Wirkung erst nach 2 bis 3 Stunden durch weiteren Kaffeegenuss aufzufrischen. 
Ein weiterer Nachteil von Koffein ist, dass Kaffee stark harntreibend wird und gleichzeitig die Rückresorption von Mineralstoffen hemmt. Wer also viel Kaffee trinkt, sollte daher für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen, sonst kann es nach Kaffeegenuss zu Kopfschmerzen kommen. Empfehlenswert ist die Sitte unserer Nachbarländer: In österreichischen und italienischen Cafés bekommt man zu seinem Kaffee immer ein Glas Wasser gereicht.

Arabische Weisheit für das Gelingen eines guten Kaffees:
“Ein guter Kaffee muss heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie ihre Liebe am dritten Tag und schwarz wie dei Flüche der Mama, wenn sie es erfährt.”


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