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Joghurt, Quark und Co.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diskutiert, ob lebende Milchsäurebakterien, wie sie in sauren Milchprodukten (Joghurt, Kefir, Sauermilch, etc.) vorkommen, Krankheiten heilen zbw. vorbeugen können. Heute wird ihre Wirksamkeit nicht mehr angezweifelt und zahlreiche Hersteller reagieren mit den sogenannten "probiotischen" Helfern.
1. Verbesserung der Milchzuckerverträglichkeit
Milch wird nicht von Jedermann gut vertragen. Viele klagen nach Verzehr von Milch über Blähungen oder sogar Durchfall. Die Ursache liegt bei einer Unverträglichkeit von Milchzucker, der im Darm nicht aufgespalten werden kann, weil das dafür zuständige Enzym, die Laktase, nicht ausreichend vorhanden ist. Die lebenden Milchsäurebakterien verbessern dagegen die Verträglichkeit von Milchzucker, da sie selbst Laktase enthalten und somit die Funktion des fehlenden Enzyms übernehmen. Da Milchprodukte viel Kalzium enthalten, sind sie gute Alternativen zur Milch im Kampf gegen Osteoporose.
2. Günstige Beeinflussung von Darminfektionen
Milchsäurebakterien sorgen für ein gesundes Darmklima. Sie wirken nicht nur gesundheitsfördernd, sie verdrängen auch schädliche Keime wie etwa Salmonellen und Escherichia coli, die u. a. für Durchfallerkrankungen verantwortlich sind. Auch andere "böse" Keime vertragen das saure Milieu nicht, so dass ihre schädigende Wirkung verloren geht.
Pilze, die sich in säurearmer Umgebung sehr wohl fühlen und stark vermehren, werden in ihrem Wachstum gehindert, so dass die durch den Pilz Candida albicans erkrankten Personen zu einem hohen Prozentsatz beschwerdefrei werden.
3. Krebshemmende Wirkung von Milchsäurebakterien
Leider fehlen noch endgültige Beweise für eine Anti-Krebs-Wirkung von Milchsäurebakterien. Allerdings sind sich Wissenschaftler einig, dass sie einen möglichen Schutzeffekt besitzen. Bei regelmässigem Verzehr von probiotischen Milchprodukten und ausreichender Ballaststoffzufuhr kann Darmkrebs vorgebeugt werden.
4. Steigerung der Immunabwehr
Milchsäurebakterien erhöhen die Widerstandskraft unseres Immunsystems. Bereits gestillten Säuglingen, bei denen sich über die Muttermilch Milchsäurebakterien im Darm ansiedeln, ist die Infektionsrate niedriger als bei nichtgestillten Babys. Diesen Effekt konnte auch bei Erwachsenen, die regelmäßig, das heisst täglich, milchsaure Produkte verzehren, durch einen Anstieg an Immunstoffen nachweisen.

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