Marmelade einmachen

Wenn die Erdbeeren reif sind, beginnt wieder die Einmachsaison. Selbst hergestellte Marmeladen, beziehungsweise Konfitüren wie sie eigentlich heißen, sind ein echter Klassiker für den Vorratsschrank. Mit Ausnahme pektinreicher Früchte wie Johannisbeeren, Äpfel, Quitten und Stachelbeeren benötigen Sie eine Gelierhilfe zur Herstellung des fruchtigen Brotaufstrichs.

Gelierhilfen, die im Handel erhältlich sind
Die meisten sind auf der Basis von Apfelpektin hergestellt. Pektine sind natürliche Quellstoffe, die den Saft oder die Fruchtmasse beim Kochen zum Gelieren bringen. Entscheidend ist dabei, dass gleichzeitig eine gewisse Menge an Fruchtsäure und Zucker vorhanden ist. Welche Gelierhilfe sich am besten eignet, hängt also auch von der zu verarbeitenden Fruchtsorte ab.

Was ist Gelierzucker?
1. Beim Gelierzucker sind Pektine und Fruchtzucker an das Zuckerkristall gebunden. Er süsst und geliert zugleich und eignet sich vor allem zur Herstellung von Konfitüren aus pektinarmen Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren oder Kirschen. Im Grundrezept kommt ein Kilogramm Gelierzucker auf etwa ein Kilogramm vorbereitete Früchte. 

2. Wer weniger süßen Brotaufstrich bevorzugt, sollte Gelierzucker “extra” verwenden. Hier braucht man für ein Kilogramm Obst nur ein Pfund Zucker.

3. Gelierpulver enthalten Pektin, Traubenzucker und Fruchtsäure. Halten Sie sich bei Verwendung dieser Gelierhilfe unbedingt an die mitgelieferten Anweisungen des Herstellers, denn diese sind auf den unterschiedlichen Pektin- und Fruchtsäuregehalt der jeweiligen Früchte abgestimmt.
Gelierpulver gibt es auch als zuckersparende Variante.

4. Flüssiges Geliermittel besteht aus Apfelpektin in aufgelöster Form. Es kann für alle Fruchtarten verwendet werden. Zitronensäure und Zucker müssen entsprechend den Herstellerangabe zugefügt werden.

5. Einmachzucker ist grobkörniger als normaler Haushaltszucker. Er enthält kein Pektin und eignet sich daher nur zur Konfitürenherstellung aus pektinreichen Früchten.

6. Vor allem in der alternativen Küche und für Diätprodukte werden Spezialgeliermittel aus Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar empfohlen, mit denen Fruchtmassen zuckerfrei eingedickt werden können. Zum Süßen können nach Geschmack Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe zugesetzt werden. Der Nachteil dieser Methode: Aufgrund des fehlenden Zuckers ist die Konfitüre nur etwa zwei Monate haltbar. Nach dem Öffnen muss sie unbedingt kühl aufbewahrt und rasch verbraucht werden.


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