Frühlingsgemüse

 

Im Frühling erwacht die Lust auf Neues, und auf den Märkten wartet das erste Frischgemüse. Bauern- und Wochenmärkte garantieren kurze Wege vom Feld zum Endverbraucher: das bedeutet beste Qualität. Das reichhaltige Angebot an Artischocken, Zuckerschoten, Spinat, Frühkartoffeln, Lauchzwiebeln, Spargel, Erdbeeren und Rhabarber zeigt, dass der Frühling da ist.
Märkte bieten aber noch mehr als frisches Obst und Gemüse: Osterlämmer und Zicklein oder fangfrische Maischollen.

Artischocken stammen ursprünglich aus Nordafrika, werden aber auch in Europa als Wintergemüse, in Nordamerika sogar das ganze Jahr über angebaut.
Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass die Blätter an der Spitze geschlossen und fleischig, aber nicht trocken sind. Der Stielansatz sollte saftig sein. Artischocken lassen sich 1-2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Verarbeitung: Blattspitzen kappen, unansehnliche Außenblätter abnehmen, dicke Stiele kürzen und in reichlich Salzwasser und etwas Zitronensaft kochen. Nicht in Aluminiumtöpfe oder Eisenpfanne geben, nehmen Metallgeschmack an und verlieren an Farbe.
Inhaltsstoffe: Artischocken enthalten den Bitterstoff Cynarin, der den Organismus entgiftet und die Durchblutung stärkt. Ein bekannter Aperitif aus Artischocken ist der Cynar. Diabetiker schätzen an der Artischocke das Inulin, ein Kohlenhydrat, das von Diabetikern gut verstoffwechselt wird.

Zuckerschoten sind eng mit den Erbsen verwandt und zählen vermutlich zu den ältesten Kulturpflanzen, die es gibt. Vor mehr als 4000 Jahren wurden sie bereits in China angebaut. Sie sind auch unter der Bezeichnung Zuckererbsen oder Kaiserschoten bekannt. Im Gegensatz zu Erbsen kann bei Zuckerschoten die Schale mitgegessen werden. Nutzen Sie das Angebot, die Saison für heimische Zuckerschoten ist von Mai bis Juni. Achten Sie beim Einkauf auf leuchtend grün, prall, saftige Schnittstellen. Kühl in Papier eingewickelt halten sie etwa 1-2 Tage im Kühlschrank.
Verarbeitung: Enden abschneiden, blanchieren und anschließend in Eiswasser abschrecken um Farbe zu erhalten.
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe, Eiweiß

Tipps für optimale Nährstoffausnutzung:
- Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich, aber schnell unter fließendem kalten Wasser (einige Vitamine sind wasserlöslich)
- Verwenden Sie kaltgepresste gute Öle und milde Wein- oder Obstessige zum Anmachen von Salate.

 

Buchtipp: "Marktfrisch genießen" von Elisabeth Veit, BLV Verlag, München, DM 19,80

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