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Heilfasten
Fasten ist ein uralter, religiöser Brauch, der in den meisten Weltreligionen vorkommt. Er bedeutet für die Gläubigen, den Körper vor religiösen Festen zu reinigen, ein persönliches Opfer zu bringen oder ist Zeichen von Sühne. Bereits in der Medizin des antiken Griechenlands wurde Fasten als Heilmethode eingesetzt. Heute zählt Heilfasten zu den Naturheilverfahren. Es wird als Teil einer Therapie angewendet, um ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen oder ihren Verlauf positiv zu beeinflussen. Dazu zählen
u.a. Herz-Kreislauf-Krankheiten und Erkrankungen des Verdauungstraktes. Beim Heilfasten soll der Körper
von sog. "Schlackenstoffen" befreit werden.
Beim Fasten wird für eine bestimmte Zeit völlig oder teilweise auf Essen verzichtet.
Dabei unterscheidet man verschiedene Arten des Fastens. Am bekanntesten
ist das Saftfasten, mittlerweile kennt man aber auch das Früchte- oder
Suppenfasten. Wenn der Körper keine oder weniger Nahrungsenergie erhält, als er braucht, stellt er sich auf den sogenannten
Hungerstoffwechsel um: Der Stoffwechsel brennt auf Sparflamme. Der Organismus greift dann seine Energiereserven an in Form von Glykogen, die körpereigenen Kohlenhydratreserven in Leber und Muskeln, Körpereiweiß und -fett.
Fasten ist nicht für jedermann geeignet. Kinder unter 14 Jahren, Kranke, ältere Menschen, Schwangere und Stillende sowie Menschen mit schweren Allgemeinerkrankungen (Diabetes) sowie mit bestehender
Herzkrankheit sollten nicht fasten. Es kommt zu einem Abbau von Muskeleiweiß (z.B. von Organen wie dem Herz).
Auch Gichtpatienten sollten aufs Fasten verzichten, da beim Verringerung
von Energiezufuhr vermehrt Harnsäure abgebaut wird, die einen Gichtanfall
hervorrufen kann. Gesunde Erwachsene können meist ohne Bedenken ca. 1
Woche fasten. Übergewichtige und längeres Fasten sollte jedoch nur unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Fasten um Abzunehmen?
Fasten ist allein zur Gewichtsreduktion - insbesondere bei geringem oder mäßigem Übergewicht -
nicht empfehlenswert. Als Einstieg in eine Diät bietet es sich an oder um einige wenige Kilo wegzukriegen. Das Hungern lohnt sich
jedoch nur, wenn die Ernährungsgewohnheiten im Anschluss an die Diät oder das Fasten
langfristig verändert werden,
also im Alltag eine abwechslungsreiche Mischkost, die reich an Gemüse, Vollkornprodukten und Obst ist,
umgesetzt wird.
Buchtipp: "Typgerechtes Fasten" von Ralf Moll,
erschienen im TRIAS-Verlag

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