Cholesterin

Was ist Cholesterin?
Cholesterin zählt zu den Fetten und wird vom Körper selbst hergestellt.
Das Gesamtcholesterin, das der Arzt in Ihrem Blut misst, setzt sich in seiner Summe vor allem aus dem HDL- und dem LDL-Cholesterin zusammen. Entscheidend für die Risikobeurteilung ist nicht primär das Gesamtcholesterin, sondern vielmehr die Höhe des LDL- und des HDL-Cholesterins. 

Was macht ein zu hoher Cholesterinspiegel?
Ideal ist es, wenn alle Werte im Normbereich liegen. Eine Verschlechterung des HDL-Cholesterins steigert das Gesamtrisiko, an Arteriosklerose zu erkranken, ebenso wie ein hoher LDL-Cholesterinspiegel. Werte zwischen 250 und 300 mg/dl bedürfen einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle, höhere Werte als 300 mg/dl sollten unbedingt behandelt werden. Durch Umwelteinflüsse, Rauchen, mangelnde Bewegung oder falscher Ernährung kann sich das LDL-Cholesterin so verändern ("oxidieren"), dass es von der benötigten Zelle nicht mehr aufgenommen werden kann, weil es als Fremdkörper erkannt wird. Der"Schlüssel zum Schloss" passt nicht mehr. Sofern es nicht vom schützenden HDL-Cholesterin aufgenommen und abtransportiert, lagert es sich auf den Arterienwänden an. Durch die Ablagerung des Cholesterins und anderer Blutbestandteile an den Blutgefäßwänden kann es langfristig zu einer Verengung dieser Gefäße kommen. Arteriosklerose entsteht. In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine Senkung des Cholesterinspiegels auf Normalniveau (im Durchschnitt 200 mg/dl) die Rate, an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken, deutlich verringert.

Das sollten Sie meiden:
- Cholesterin- und fettreiche Lebensmittel meiden (siehe Tabelle). Die Cholesterinzufuhr über die Nahrung sollte unter 300 mg pro Tag liegen.
- bei gleichzeitig bestehender Hypertriglyceridämie sollte auf Alkohol verzichtet werden.

Das hilft:
- Senken Sie bestehendes Übergewicht.
- Achten Sie auf eine fettbewusste Ernährung, d. h. wählen Sie fettarme Produkte aus (z. B. fettarme Milch und Milchprodukte, fettarmer Käse und Wurst, fettarmes Fleisch, Fisch). Vorsicht auch vor versteckten Fetten in Süßigkeiten, Kuchen und Fertiggerichten!
- Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Olivenöl, Rapsöl).
- Die Gesamtfettzufuhr sollte 60 Gramm pro Tag nicht überschreiten.
- Eine ballaststoffreiche Kost kann den Cholesterinspiegel senken. Ballaststoffe können Cholesterin binden und wird dann über den Stuhl ausgeschieden.
- Bewegung ist wichtig. Es erhöht den HDL-Wert, das gute Cholesterin.

Buchtipp: "Abwechslungsreiche Diät bei zu hohem Cholesterinspiegel", TRIAS Verlag

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