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Warenkunde
Beeren
Himbeeren stammen vermutlich aus Ostasien. Erst im 19. Jahrhundert wurden Himbeeren in Europa und Nordamerika in größeren Mengen angebaut. Sie zählen wie die Brombeeren zu den Sammelfrüchten, d.h. sie bestehen aus zahlreichen kleinen Einzelfrüchten, die jeweils einen Samenkern enthalten und traubenartig angeordnet sind. Wussten Sie, dass es Himbeeren auch in anderen Farben als in rot gibt: in Schwarz, gelb, orange, bernsteinfarben oder sogar weiß! Saubere Beeren müssen nicht gewaschen werden.
Stachelbeeren stammen vermutlich aus Europa und sind besonders in der
englischen Küche sehr beliebt (z. B. Zutat in einer süßsauren Sauce zu Makrelen).
Bei uns werden Stachelbeeren als Belag für Obstkuchen, für Gelees oder als Zutat in
Chutney verwendet.
Die Ursprungsländer der roten Johannisbeere sind vermutlich Nordeuropa und Asien. Es gibt heute fast 150 verschiedene Sorten, die in rote und schwarze Beeren unterteilt werden. Früher wurde die Johannisbeere auch in
Nordamerika angebaut. Im 19. Jahrhundert wurden jedoch viele Sträucher von einer Pilzart befallen, so dass der Anbau in den USA fast vollständig zum Erliegen kam. Heute werden sie vor allem in Deutschland, Polen und Russland angebaut.
Früher musste man Heidelbeeren noch mit den eigenen Händen im Wald pflücken, heute werden sie in den Geschäften zahlreich angeboten. Die in den Geschäften erhältlichen Heidelbeeren werden zum Teil auf Plantagen angebaut, auf denen während der 6-wöchigen Saison etwa 10-15 Tonnen Heidelbeeren geerntet werden.
Mit Fuchsbandwurm infizierte Heidelbeeren können bei den auf Plantagen gezüchteten Heidelbeeren ausgeschlossen werden, da die Plantage eingezäunt sind. Es besteht bei diesen Beeren also keine Gefahr!
Heidelbeeren sind nicht nur besonders schmackhaft und für viele Gerichte - vor allem Desserts und Drinks - geeignet, sie besitzen auch ernährungsphysiologische Werte: Sie helfen bei Magen-Darm-Verstimmungen, sind in der Lage, den Blutzucker zu senken, was besonders für Diabetiker von Vorteil ist und verbessern die Sehfähigkeit bei Nachtblindheit.
Blaue Zähne muss man bei den gezüchteten Heidelbeeren auch nicht mehr befürchten: Der in den Heidelbeeren befindliche Farbstoff (Anthozyan) ist in den Zellen der Beeren gebunden und verliert somit seine Färbewirkung.
Einkaufstipps
Kaufen Sie nur reife Früchte kaufen, da sie nicht mehr nachreifen. Beeren sind äußerst druckempfindlich, vertragen keine Hitze und lange Transportwege und verderben schnell. Deshalb möglichst frisch verzehren.
Waschen Sie nur stark verschmutzte Beeren, da sich die Früchte leicht mit Wasser
voll saugen und weich werden.
Sortiert, ungewaschen und in einem losen Behälter halten Beeren im Kühlschrank 1 bis 2 Tage. Mit etwas Zucker bestreut behalten Beeren ihr Aroma. Heidelbeeren können ca. 4-5 Tage aufbewahrt werden, ohne an Geschmack zu verlieren.
Beeren lassen sich in der Regel gut einfrieren. Reife, feste und geputzte Beeren auf ein Backblech legen, ggf. mit Zucker bestreuen und etwas Zitronensaft beträufeln und tiefgefrieren. Anschließend in luftdichte Behälter verpacken. Durch Zugabe von Zucker und Zitronensaft bleibt die Farbe (z. B. bei Erdbeeren und Himbeeren) und der Vitamin-C-Gehalt besser erhalten.

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