Bärlauch

Wenn Sie im Frühjahr durch die Wälder spazieren, können Sie den Bärlauch, der auch Waldknoblauch genannt wird, schon an seinem intensiven Duft erkennen. Die Blätter - am Anfang der Saison zart und fein, später kräftiger - wachsen oft in unendlichen Mengen. In Deutschland, und vielleicht auch in anderen Ländern Mitteleuropas, stiegen Beliebtheit und Bekanntheit des Bärlauches in den letzten Jahren steil an. Während die Pflanze vor ein paar Jahren noch außerhalb der Wildgemüse-Szene kaum bekannt war, laßt sich nun kaum ein Koch die Gelegenheit entgehen, während der allzu kurzen Saison seine Gäste mit selbstkreierten Bärlauchvariationen zu verwöhnen. Leider tun viele dieser Küchenchefs dem Bärlauch jedoch in der Zubereitung Unrecht, indem die ihn für ihre Bärlauchcrèmes, Bärlauchsuppen oder Bärlauchpasta viel zu hohen Temperaturen aussetzen. Bärlauch sollte eigentlich überhaupt nicht gekocht werden, sondern roh unter die heißen Speisen gemischt und daraufhin sofort serviert werden. Andernfalls geht der größere Teil des charakteristischen Aromas verloren und parfumiert nicht die Speise, sondern stattdessen die Küchenluft. 

Die Beliebtheit des Bärlauches verführt viele Menschen dazu, die Köstlichkeit im nächsten Wald selbst zu pflücken. In den letzten Jahren kam es dabei jedoch zu einigen Vergiftungen durch entfernt ähnlich aussehende Pflanzen, insbesondere das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose. Beiden Pflanzen fehlt jeder Knoblauchgeruch, und die Ähnlichkeiten sind tatsächlich nur oberflächlich bis nicht vorhanden.
Die Pflanze hat Zwiebeln, die man auch essen kann, meist zwei Blätter und aus der Mitte wächst ein Stiel mit weißer Dolde. Genießbar ist der Bärlauch nur vor der Blüte, im Spätfrühling wird er welk und zieht sich ein.

Bärlauch bekämpft Bakterien, beruhigt Magen und Darm, hilft bei Appetitlosigkeit und dämpft den Husten.

Buchtipp: Rucola und Bärlauch, GU-Verlag


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