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Asiatisch kochen
Die asiatische Küche ist arm an Fett, reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Durch ihren hohen Fischgehalt liefert sie viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-FS), die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.
Sie zeichnet sich aus durch Kurzgegartes sowie einen hohen Anteil an frischem Gemüse und Fisch. Fleischgerichte sind in Asien
etwas Besonderes und werden vor allem dann serviert, wenn es in der Familie etwas zu feiern gibt oder wenn Gäste eingeladen werden.
Um asiatisch zu kochen, muss man keinen Wok besitzen. Eine große
Pfanne tut´s auch. Wer dennoch auf das traditionelle Wokgaren nicht
verzichten will, hier ein paar Anschaffungstipps: Traditionell ist der Wok aus Stahl und hat einen runden Boden, relativ günstig im Asia-Shop zu kaufen, muss aber nach jeder Verwendung eingeölt und luftig aufbewahrt werden, da Material sonst zu rosten beginnt. Runde Böden
sind nur für Gasherde geeignet! Wok aus rostfreier Edelstahl mit Sandwichböden
ist dagegen für alle Herdarten geeignet und unkompliziert in der Reinigung.
Wok aus Gusseisen hat die gleichen Eigenschaften, ist jedoch sehr schwer.
Eine Besonderheit für uns Europäer sind die verschiedenen Kräuter und Gewürze, die in vielen östlichen Gerichten als Grundzutat verwendet werden. Vor allem Ingwer, Kokosmilch,
Sojasauce sowie Sesam und verschiedene Öle machen den einzigartigen Geschmack aus.
Sojasauce
Traditionell wird die Sojasauce in einem langwierigen (etwa 6 Monate bis 1 Jahr) und aufwendigen Prozess mit Hilfe von Pilzen, Enzymen, Bakterien und einigen anderen Zutaten aus Sojabohnen
hergestellt. Heutzutage wird diese Methode allerdings mehr und mehr durch ein industrielles Schnellverfahren abgelöst. Saucen aus solchen Produktionen (auf dein Etikett Hinweise auf Karamel, künstliche Arornen, Zucker und ähnliches) sind nicht empfehlenswert.
Kokosnüsse
Kokospalmen wachsen in Asien wie Sand am Meer. Kein Wunder also, dass deren köstliche Steinfrucht, die Kokosnuss,
in der asiatischen Küche häufig verwendet wird.
Kokosmilch steht dabei an erster Stelle. Hierfür lässt man das geraspelte, pürierte, weiße Fruchtfleisch
in heißem Wasser ziehen und drückt das Ganze dann aus. Kokosmilch gibt es in Dosen unterschiedlicher Größe zu kaufen. In konzentrierter Form finden Sie die Milch unter der Bezeichnung Creme oder Paste im Regal. Alternativen dazu sind zu Blöcken gepresstes Kokosmilchkonzentrat oder Kokosmilchpulver, das Sie aber vor der Verwendung zuerst gründlich mit heißem Wasser verrühren müssen. Achten Sie
beim Einkauf immer auf ungesüßte Ware! Falls Sie nur gesüßte bekommen,
lassen Sie den Honig oder den Zucker im Rezept weg oder reduzieren Sie ihn, sonst wird das Gericht viel zu süß.
Sesam
Weißer, brauner und schwarzer Sesam wird über zahlreiche Gerichte gestreut oder unter Panaden gemischt. In Sesamöl - gibt es von hellgelb bis dunkelorange - wird Fleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse gebraten, häufiger aber werden Gerichte auch nur damit gewürzt. Während sich das einmalige Nussaroma beim sanften Rösten der Samen erst so richtig entwickelt, verflüchtigt es sich dagegen beim Öl ein wenig. Dem kann man entgegenwirken, indem Wok oder Pfanne nicht zu stark erhitzt werden, bevor das Öl hineinkommt. Auch kann so manches Rezept nach dem Garen noch mit einem extra Schuss Öl aromatisiert werden.
Ingwer
Frisch schmeckt Ingwer am allerbesten, sie können ihn aber auch getrocknet und gemahlen sowie eingelegt oder kandiert
kaufen. Damit Sie in den vollen Genuss kommen, unbedingt junge, schön feste Wurzeln
kaufen. Drücken Sie ruhig einmal kurz, aber kräftig auf die Wurzel, damit Sie die Festigkeit prüfen können. Ein weiteres Merkmal für sehr junge Wurzeln sind rosa Spitzen.
Den Ingwer mit einem kleinen scharfen Messer schälen, in feine Würfel, Scheiben oder Streifen schneiden, reiben oder wie Knoblauch durch die Presse drücken. Das Pressen funktioniert aber nur mit ganz frischem Ingwer, älterer ist zu faserig.Ungeschält hält sich Ingwer (am besten in Zeitungspapier eingepackt) im
Gemüsefach des Kühlschranks etwa 2-3 Wochen frisch.
Buchtipp: "Einfach asiatisch" von Christian Henze,
GU-Verlag

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