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Wie wirken Appetitzügler?Appetitzügler, die man in der Apotheke – häufig auch ohne Rezept kaufen kann, beinhalten häufig vorwiegend natürliche Inhaltsstoffe wie Zitrusfasern, Apfelpektin, Birkenblätter, Brennesselkraut, Guarkernmehl, Sojakleie, Zellulose oder andere Quellmittel. Birkenblätter und Brennesselkraut wirken harntreibend, wodurch der Körper Wasser verliert (was auf der Waage als Gewichtsverlust angezeigt wird). Quellstoffe sowie Zitrusfasern, Guarkernmehl, Sojakleie, Apfelpektin oder Zellulose zählen zu den Ballaststoffen, die eine gewisse Sättigung im Magen erzielen. Chemisch zusammengesetzte Appetitzügler verringern das Hungergefühl durch Beeinflussung bestimmter Zentren im Gehirn, haben eine aufputschende Wirkung (z. B. Ephedrin oder Sibutramin) oder vermindern die Fettaufnahme im Darm und sorgen dadurch zu einer Reduzierung des Gewichtes. Während die natürlichen Inhaltsstoffe keinen großen Schaden anrichten können, haben die chemischen Bestandteile in Appetitzüglern als Folge häufig z. T. schwerwiegende Nebenwirkungen wie z. B. Herz-Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen (Bauchschmerzen, Durchfall) oder Vitaminmangel (fettlösliche Vitamine, z. B. bei Orlistat). Neben den gesundheitlichen Gefahren wie Nebenwirkungen oder gar Gewöhnung bzw. Suchtgefahr wird bei der Einnahme von Appetitzügler keine Ernährungsumstellung angestrebt. Nach Absetzen der Medikamente oder Schlankheitspillen wird häufig wieder das alte Gewicht ( - oder sogar mehr als zuvor = „Jojo-Effekt“) erzielt. Fazit: - Eine ballaststoffreiche Ernährung bringt denselben Effekt wie Appetitzügler mit Quellstoffen. - Mittel mit harntreibenden Inhaltsstoffen lassen nur Wasser verlieren, aber kein Fett. Außerdem besteht hier eher die Gefahr einer Kreislaufstörungen, wenn nicht reichlich nachgetrunken wird. - Appetitzügler mit chemischen Substanzen können gefährlich sein. - Besser: Den Pfunden mit einer fettarmen Ernährung und viel Bewegung zu Leibe rücken.
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