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Ernährung im Alter
Aufgrund der
demographischen Entwicklung sind Fragen zur Ernährung im Alter besonders aktuell. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich der Nährstoffbedarf mit zunehmendem Alter von dem jüngerer Erwachsener unterscheidet.
Es gibt zahlreiche Veränderungen im Alter:
- Verminderung von Appetit und Esslust
- verminderte Bewegungsaktivität
- geringerer Gesamtenergieverbrauch
- gesundheitliche Probleme (z. B. Magen-Darm-Bereich)
- Abnahme von Geschmacks- und Geruchssinn
Bei gesunden älteren Menschen unterscheidet sich die Ernährung vorwiegend in der Energiemenge. Der Grundumsatz sinkt im Alter, so dass weniger Energie verbraucht wird. Bei gleichzeitig hoher Energiezufuhr kommt es zu Übergewicht. Da der Nährstoffbedarf jedoch gleich bleibt, ist es wichtig, auf eine hohe Nährstoffdichte zu achten.
Was bedeutet Nährstoffdichte?
Lebensmittel mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffe, aber insgesamt wenig Kalorien haben eine hohe Nährstoffdichte, z. B. Obst, Gemüse, magere Milch und Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch. Nach einer Ernährungsstudie sind 60 Prozent der ins Krankenhaus eingelieferten 75jährigen Patienten unterernährt. Hier ist eine hohe Nährstoffdichte, aber auch gleichzeitig ausreichend Energie von großer Bedeutung = Normalkost.
Was ist nun bei der Ernährung von älteren Menschen konkret beachtet werden?
Erlaubt ist alles, was schmeckt. Liegt Übergewicht vor, sollte eher Fettarmes bevorzugt werden. Obst, Gemüse, fettarme Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, mageres Fleisch und Fisch, Hülsenfrüchte sind gute Nährstofflieferanten. Wichtig ist die schonende Zubereitung, um Vitamine und Mineralstoffe nicht zu zerstören. Ballaststoffe sind wichtige Verdauungshilfen und beugen Verstopfung vor. Wichtig ist vor allem das Trinken. Um die tägliche Ration von 2 Litern einzuhalten, ist die Erstellung eines Trinkplans eine gute Möglichkeit.
Ist das Kauen erschwert, eignen sich folgende Lebensmittel: Hackfleisch statt Braten und Brot aus feingemahlenem Vollkorngetreide ohne ganze Körner (z. B. Grahambrot). Das Essen nicht
weich kochen, sondern kurz garen und dann pürieren. Wer unter Appetitlosigkeit leidet: Frische Luft und Bewegung, aber auch nettes Anrichten und viele kleine Mahlzeiten und das Würzen mit frischen Kräuter und Gewürzen helfen vielleicht dabei.

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