Allergien bei Babys vorbeugen

Allergien zeigen eine Vielzahl an Symptomen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann. Sie äußern sich häufig in Form von Hautausschlägen, Heuschnupfen, asthmatische Hustenanfälle und Durchfällen. Allerdings ist nicht jedes Hautjucken, nicht jeder Schnupfen, nicht jeder Husten und auch nicht jeder Durchfall auf eine Allergie zurückzuführen. Erst wenn die Symptome länger anhalten oder bei Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln, Tieren oder Stoffen gehäuft auftreten, sollte man an eine allergische Reaktion denken und sie gegebenenfalls mit Hilfe eines Allergietestes prüfen.

Tipps zur Allergievorbeugung
* Während der Schwangerschaft keine spezielle Diät einhalten.
* Möglichst 6 Monate lang stillen. Keine Zufütterung herkömmlicher Säuglingsnahrungen auf Kuhmilch- oder Sojabasis, auch nicht in der Entbindungsklinik. Sprechen Sie vorher mit dem zuständigen Arzt, Hebamme und Kinderschwester.
* Wenn nicht gestillt werden kann, sollten ausschließlich allergenarme Säuglingsnahrungen (H.A.-Nahrung) als Ersatz gefüttert werden.
* Beikost möglichst nicht vor Ende des 6. Monats geben. Hochallergene Nahrungsmittel wie frische Kuhmilch, Eier, Fisch, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte, Soja, Sellerie, Weizenmehl und Schokolade im ersten Lebensjahr meiden.
* Karotten können Allergien auslösen. Als Anfangskost eignen sich auch Kürbis, Zucchini, Fenchel oder Kohlrabi.
* Allergiegefährdete Babys sollten Zitrusfrüchte und Erdbeeren nicht vor dem 9. Monat erhalten.
* Milchbreie mit H.A.-Nahrung zubereiten oder spezielle H.A.-Breie kaufen.
* Für den Getreidebrei zunächst keine Vollkornflocken verwenden. Am sichersten sind Schmelzflocken aus Reis oder Maismehl. Sobald Ihr Baby ausgemahlene Getreidesorten gut verträgt, kann der nährstoffhaltige Vollkornanteil gesteigert werden.
* Langsame Einführung neuer Lebensmittel im Abstand von ca. 1 Woche.
* Achtung: Viele Lebensmittel enthalten (Voll-)Milchpulver, z. B. Kekse, Wurst, Fertiggerich-te. Zur Allergieprävention genau auf die Zutatenliste schauen.
* Kontakt mit Tierhaaren, Hausstaubmilben, Schimmelpilzen und Pollen möglichst vermeiden.
* Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit rauchen. Nicht in Anwesenheit des Kindes rauchen.
* Keine Ohrlöcher im Säuglings- und Kleinkinderalter stechen lassen. Es besteht Gefahr zur Nickelallergie.
* Keine milcheiweißhaltige Babypflege (Lotion, Bad, etc.) verwenden.

Buchtipp: "Babys richtig ernähren", Heidrun Fronek, Südwest Verlag


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