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Alkohol für Kinder?
Nicht nur in Torten, Pralinen und pikanten Fertiggerichten steckt Alkohol, auch zahlreiche Süßigkeiten, zu denen Kinder gerne greifen, sind davon betroffen. Besonders in cremigen Schnitten, kuchenähnlichen Snacks und Pralinen findet sich die hochprozentige Zutat. Der Alkohol soll den Geschmack der Produkte aufwerten und für eine bessere Haltbarkeit sorgen.
Welche Süßigkeiten sind davon betroffen?
Eine vom Öko-Test-Magazin in Auftrag gegebene Untersuchung von 16 Schokoriegeln und Waffelschnitten ergab, dass die Hälfte der Süßigkeiten Alkoholmengen von 0,18 bis 0,69 % enthielt. Vergleichsweise sind auch in Kefir, Orangensaft und Sauerkraut geringe Alkoholmengen feststellbar. Allerdings mit dem Unterschied, dass er in Süßigkeiten im Gegensatz zum Saft deutlich riech- und schmeckbar ist. Die Schwelle für die Wahrnehmung von Alkohol liegt zwischen 0,2 und 0,5 %.
Wieso enthalten Süßigkeiten überhaupt Alkohol? Muß das sein?
Die Süßwarenindustrie rechtfertigt den hochprozentigen Zusatz mit der leichten Verderblichkeit ihrer süßen Riegel. Wird Alkohol als Konservierungsmittel zugesetzt, muss er gemäß der Lebensmittel- Kennzeichnungsverordnung auf der Verpackung angegeben sein. Anders verhält es sich jedoch, wenn Alkohol als Lösemittel für Aromen und Fruchtauszüge verwendet wird. Bei Produkten mit diesen Zusätzen muss er nicht auf der Zutatenliste erscheinen.
Sind die Mengen in den Süßigkeiten nun schädlich?
Auf Dauer gesehen ja! Auch wenn sich der Alkohol zum Beispiel beim Backen von Kuchen oder beim Kochen verflüchtigt: Kinder können sich schleichend an den Geschmack gewöhnen und die Hemmschwelle "richtigen" Alkohol auszuprobieren, wird herabgesetzt. Außerdem reagiert der kindliche Organismus wegen seines geringen Körpergewichts wesentlich stärker auf Alkohol als Erwachsene.
Was tun?
Achten Sie auf Geruch und Geschmack von süßen Snacks. Vor allem saftige Schnitten können Alkohol enthalten. Dass es auch ohne Alkohol geht, zeigen die vielen alkoholfreien Produkte auf dem Markt. Wer ganz sicher gehen will, sollte auf Süßes mit Aromastoffen und Fruchtzubereitungen verzichten und auf naturbelassene Zutaten achten.

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